Badminton: FCL jetzt mit einem Bein in der 2. Bundesliga

Badminton : FCL jetzt mit einem Bein in der 2. Bundesliga

Badminton-Regionalligist Langenfeld geht nach dem 6:2 über den TV Emsdetten als souveräner Erster in seine letzten drei Spiele.

Das Spitzenspiel gegen den bisher hartnäckigsten Verfolger TV Emsdetten hatte dem Badminton-Regionalligisten FC Langenfeld (FCL) vorher Bauchschmerzen bereitet. Hinter dem Einsatz einiger Spieler stand ein Fragezeichen — weil Flughafenstreiks und das Winterwetter die Anreise zu behindern drohten.

Am Ende war das Team um Trainer Andreas Wölk aber fast vollzählig — und die Welt sah plötzlich völlig anders aus. Weil Emsdetten am Tag zuvor gegen den 1. BC Wipperfeld ausgerutscht war (3:5), stand Langenfeld auf einmal weniger unter Druck und konnte den angeschlagenen Mike Joppien schonen. Außerdem brauchte Maxime Moreels (gerade von einem Turnier aus Zypern gekommen) nur das erste Herren-Einzel zu bestreiten. Trotzdem gabs nach einem phasenweise harten Kampf ein 6:2 für den FCL, der jetzt praktisch mit einem Bein in der 2. Bundesliga steht.

Die Damenspiele waren besonders eng. Claudine Barnig/Fabienne Köhler schienen im Doppel schnell auf die Siegerstraße einzubiegen (21:9), doch Linda Efler/Laura Wich drehten die Partie (20:22, 16:21). Das Damen-Einzel von Fabienne Deprez gegen Laura Wich ging später ebenfalls über die volle Distanz — 22:24, 21:9, 21:19. Und einer echten Achterbahnfahrt glich das Spitzen-Einzel der Herren zwischen Maxime Moreels (FCL) und Joshua Green. "Maxime war zu Beginn völlig von der Rolle", fand FCL-Teammanager Günther Joppien, der zuerst ein 12:21 sah, "er hat sich aber toll zurückgekämpft." Deshalb reichte es zum Sieg (21:18, 21:18), der den Hausherren einen weiteren wichtigen Zähler einbrachte.

Drei Runden vor dem Ende der Saison hat der FC Langenfeld (16:2 Punkte) alle Trümpfe im Kampf um den Aufstieg in der Hand, während Emsdetten (10:8) aus dem Rennen ist. Der neue Tabellenzweite 1. BV Mülheim II (12:4) dürfte ebenfalls keine ernsthafter Rivale sein, zumal der FCL hier das 7:1 aus der Hinrunde vorweisen kann (direkter Vergleich entscheidet bei Punktgleichheit). Günther Joppien ist zuversichtlich: "Wir haben uns ein gutes Polster erarbeitet und im Normalfall sollte nichts mehr schiefgehen."

(esc)
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