Lokalsport: FC Monheim vermisst den Konkurrenzkampf

Lokalsport : FC Monheim vermisst den Konkurrenzkampf

Weil der Fußball-Oberligist nur noch wenig Personal hat, stellt sich die Mannschaft seit einiger Zeit fast von selbst auf - auch in Hiesfeld.

Dass die vergangenen Wochen für den Oberliga-Aufsteiger FC Monheim (FCM) nicht einfach waren, lässt sich alleine an den jüngsten Resultaten ablesen. Neben der 0:5-Pleite bei der SSVg, Velbert gab es zwei 1:2-Heimniederlagen gegen die inzwischen als Absteiger feststehenden VfR Krefeld-Fischeln und Cronenberger SC. Auffällig: Seit Anfang März war der Klassenerhalt praktisch in trockenen Tüchern - und anschließend schaffte der FCM in neun Partien nur noch einen Sieg. Hauptgrund dafür dürfte die wegen der Abstellungen zur zweiten Mannschaft zum Teil hausgemacht angespannte Personalsituation mit den daraus resultierenden Folgen sein. "Da passiert mit der Mannschaft einiges, wenn du auf der einen Seite den Klassenerhalt sicher hast und dann zusätzlich trotz personeller Probleme Leute an die Zweite abgibst. Ein bisschen ziehst du damit den imaginären Stecker. Vor allem gibt es keinen richtigen Konkurrenzkampf mehr, weil sich die Mannschaft von selbst aufstellt. Aber ich kann auch nicht jede Woche das Rumpelstilzchen geben. Das nutzt sich irgendwann ab", sagt Monheims Trainer Dennis Ruess.

Welches Ausmaß der personelle Engpass derzeit annimmt, lässt sich an den Planungen für die Partie am Sonntag (15 Uhr) beim TV Jahn Hiesfeld ablesen. Derzeit stehen Ruess lediglich 13 Akteure zur Verfügung. Bei einem Trio aus diesem Kreis ist zudem noch unsicher, ob diese Spieler einsatzfähig sein werden. Luca Rozic leidet derzeit an einem Infekt, Yannic Intven schlägt sich mit Knieproblemen herum und Philip Lehnert ist nach langer Verletzung erstmals seit Ende März überhaupt wieder eine Option für den Monheimer Kader. Die Liste der sicheren Ausfälle ist lang. Johannes Kultscher, Karim Afkir, Gordon Weniger, Lewis Biade und Robin Kreis sind verletzt, Leroy Mickels und Samir Al Khabbachi fehlen krank. Eray Bastas, Philipp Hombach und Jan Nosel sollen erneut der zweiten Mannschaft im Kampf um den Aufstieg in die Bezirksliga helfen. "Wir sind da arg gebeutelt", sagt Ruess.

Am Sonntag geht treffen die Monheimer (Elfter/47 Punkte) nun auch noch auf eins der Spitzenteams. Hiesfeld war im Winter einer der Kandidaten für die Meisterschaft - bis sich die Verantwortlichen dazu entschieden, keine Unterlagen zum Erwerb einer Lizenz für die Regionalliga einzureichen. Anschließend gab es ein Loch mit sechs Spielen in Folge ohne Sieg, doch inzwischen hat sich der Tabellenfünfte (53 Zähler) wieder gefangen: Aus den vergangenen vier Partien holte er immerhin drei Erfolge. "Das ist eine unheimlich erfahrene und abgezockte Oberliga-Mannschaft. Wenn wir die ins Rollen kommen lassen, kann es für uns böse enden. Das wollen wir natürlich vermeiden", erklärt Ruess, der hier womöglich noch ans 0:5 in Velbert denkt. Zum Abschluss der Saison bekommt es der FCM dann am 3. Juni (15 Uhr, Rheinstadion) mit dem Achten ETB SW Essen zu tun (50 Punkte).

(mroe)
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