FC Monheim träumt vom großen Halbfinale

Fußball: FC Monheim träumt vom großen Halbfinale

Der Oberligist trifft am Samstag im Viertelfinale des Niederrheinpokals auf den Klassenkonkurrenten TV Jahn Hiesfeld.

Während der Großteil der Amateurfußballer am kommenden Wochenende wegen des Totensonntags entspannen kann, steht für den FC Monheim (FCM) eine Extraschicht auf dem Programm: Am Samstag (16 Uhr, Rheinstadion) trifft der Oberligist im Viertelfinale des Niederrheinpokals auf den Klassenkonkurrenten TV Jahn Hiesfeld – und er hat dabei eine gute Chance, die Runde der letzten vier zu erreichen. Dann hätte sich die Mehr-Aufwand für die Monheimer womöglich sogar richtig gelohnt, denn im Halbfinale warten wohl äußerst prominente Kontrahenten. Der Drittligist KFC Uerdingen ist bereits weiter, weil er seine vorgezogene Partie beim Oberligisten ETB SW Essen mit 4:1 für sich entschied. Ähnliches haben jetzt die Regionalliga-Traditionsklubs RW Essen (beim Oberligisten SC Union Nettetal) und Wuppertaler SV vor (beim ungeschlagenen Oberliga-Tabellenführer VfB Homberg).

Sollte ein Duell mit einem dieser Gegner tatsächlich zustande kommen, ergäbe sich zwangsläufig das größte Spiel in der Monheimer Vereinsgeschichte. „Und es ist ja auch noch einmal ein Unterschied, ob du in der ersten Runde oder im Halbfinale auf so einen Gegner triffst. Und wir haben bislang ja nichts geschenkt bekommen“, stellt FCM-Coach Dennis Ruess fest. In Runde eins setzten sich die Monheimer gegen den Oberliga-Absteiger VfR Krefeld-Fischeln durch (4:2).

Weil das Spiel eine Woche vor dem Saisonstart eine Art Generalprobe für die Meisterschaft war, bot Ruess hier noch die erste Elf auf. In den folgenden Niederrheinpokal-Partien gegen den TSV Meerbusch und den 1\. FC Kleve (beide 2:1) in der Wochenmitte ließ er dagegen auch munter durchrotieren – weil der Fokus hier eben voll auf der Meisterschaft lag. „Unser Hauptaugenmerk gilt heute immer noch der Oberliga-Saison. Es nutzt dir nichts, im Pokal ins Finale zu kommen und dafür in der Liga Riesenprobleme zu bekommen. Aber jetzt sind wir im Viertelfinale, haben ein Heimspiel und zugleich die Möglichkeit, im Rhythmus zu bleiben. Von daher werden wir alles auf den Platz bringen, was uns zur Verfügung steht“, kündigt der FCM-Coach an.

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Das Monheimer Lazarett hat sich weitgehend gelichtet. Lediglich die Langzeitverletzten Joschua Hauschke und Karim Afkir sowie Patrick Becker stehen derzeit auf dieser Liste. Der FCM könnte damit personell fast aus dem Vollen schöpfen – eigentlich. Im vergangenen Meisterschaftsspiel beim 1\. FC Kleve (0:0) sah allerdings Yannic Intven die Rote Karte. Gesperrt sind darüber hinaus Tim Kosmalla wegen seiner fünften und Tobias Lippold nach seiner zehnten Gelben Karte. Das heißt: Den Monheimerrn fehlen plötzlich alle drei Kapitäne. „Diese Ausfälle ärgern uns maximal. Das ist sehr schade für die Jungs und für die Mannschaft“, fndet Ruess.

Machbar scheint die Hürde trotzdem zu sein, weil die Dinslakener in der Oberliga-Tabelle aktuell nur den vorletzten Platz belegen und der FCM am zweiten Spieltag in der Hinrunde schon einmal mit 2:0 gegen Hiesfeld gewann. Gelingt erneut ein Sieg, stünden die Monheim nicht nur vor einem vermutlich sehr attraktiven Halbfinale. Sie hätten dann sogar die Möglichkeit, als Gewinner des Niederrheinpokals im nächsten Jahr am DFB-Pokal teilzunehmen. Für diesen Traum lohnt es sich, auf ein entspanntes Wochenende zu verzichten.

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