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FC Monheim bleibt gegen ETB Schwarz-Weiß Essen torlos ungeschlagen

Fußball-Oberliga : FC Monheim bleibt torlos ungeschlagen

Zwar verpasst der von Dennis Ruess trainierte Oberligist gegen Essen den siebten Sieg in Folge, bleibt aber durch das torlose Remis seit neun Spielen ungeschlagen. „Der Ball wollte nicht über die Linie“, konstatiert der Coach.

Nach zuvor sechs Siegen in Serie gingen die Oberliga-Fußballer des FC Monheim (FCM) am Sonntag im Heimspiel gegen ETB Schwarz-Weiss Essen erstmals wieder nicht als Gewinner vom Platz. Sie mussten sich die Punkte torlos mit den ebenfalls formstarken Essenern teilen. „Das Ergebnis geht in Ordnung – vor allem, weil wir in der ersten Halbzeit nicht so präsent waren, wie wir das eigentlich gewohnt sind. Im zweiten Durchgang waren wir dann zielstrebiger, aber die Partie hätte trotzdem in beide Richtungen ausschlagen können“, sagte Monheims Trainer Dennis Ruess.

Schon in der ersten Minute waren die Monheimer nicht gut sortiert, sodass die Gäste früh die erste Gelegenheit des Spiels verbuchen konnten. Der Abschluss aus aussichtsreicher Position segelte aber am Tor von FCM-Keeper Björn Nowicki vorbei. Auf der anderen Seite fehlte dem FCM neben der nötigen Gier im eigenen Angriffsspiel auch immer wieder ein Quäntchen Glück. So war nach fünf Minuten Angreifer Dennis Ordelheide eigentlich in einer guten Position zum Abschluss gekommen, doch sein Versuch wurde ebenso von einem Essener abgeblockt wie der darauffolgende Nachschuss von Tobias Lippold (5.). Kurz darauf drang Mittelfeldmann Kosmala mit einem guten Antritt in den Essener Strafraum ein, aber seinem Abschluss fehlte es deutlich an Geschwindigkeit, sodass ETB-Keeper Kai Gröger keine Probleme hatte, den Ball zu entschärfen (8.).

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Die letzte gute Gelegenheit der ersten Halbzeit bot sich schließlich den Gästen, die plötzlich frei vor Nowicki auftauchten: Den ersten Ball parierte der Monheimer Keeper und den Nachschuss kratzte Bora Gümüs von der Linie (15.). In der Folge plätscherte die Partie ereignisarm vor sich hin und Strafraumszenen blieben Mangelware. Bemerkenswert: Der FCM wusste auch bei zahlreichen Eckbällen kaum Gefahr zu entfachen, obwohl die scharfen Hereingaben von Lippold eigentlich immer eine Waffe der Monheimer sind.

Erst als im zweiten Durchgang schon eine Viertelstunde gespielt war, gab es wieder Aktionen vor den Toren: Nach einem schönen Spielzug über mehrere Stationen brach Monheims Kosmala auf der linken Seite durch, doch seine Hereingabe rauschte im Zentrum an Freund und Feind vorbei (62.). Der kurz zuvor eingewechselte Jannik Tepe versuchte es mit einem Schuss aus ungefähr zwanzig Metern, den Essens Keeper mit einiger Mühe zur Ecke klären konnte (72.). Auch die letzte gute Monheimer Gelegenheit konnten die tapfer verteidigenden Essener klären: Julian Meier war aus zehn Metern zum Abschluss gekommen, aber auch diesmal war kurz vor der Linie wieder ein Gäste-Bein im Weg (87.).

„Der Ball wollte nicht über die Linie“, befand Ruess. Weil aber auf der anderen Seite auch Essen in einer zweiten Halbzeit mit wenig Mittelfeldgeplänkel einige gute Chancen liegen ließ, war das Remis unter dem Strich das gerechte Ergebnis.

„Es bleibt dabei, dass uns ETB nicht richtig liegt, aber früher hätten wir dieses Spiel vielleicht sogar verloren“, konstatierte Ruess, der weiterhin auf seinen ersten Sieg gegen Essen warten muss. In der Tabelle bleiben die Monheimer nach dem Remis weiterhin Zweiter, der Rückstand auf Spitzenreiter Straelen vergrößerte sich aber auf sechs Punkte, während der Dritte Spvg. Schonnebeck fünf Zähler hinter dem FCM liegt. „Wir wissen, dass wir mit der ersten Halbzeit nicht zufrieden sein können. Aber das ist dann auch Mal in Ordnung, die Jungs sind schließlich keine Maschinen. Jeder, der gedacht hat, dass wir jetzt durch die Liga marschieren und jeden schlagen würden, hat ohnehin keine Ahnung“, distanzierte sich Ruess von allzu großen Erwartungshaltungen nach dem bislang positiven Saisonverlauf.

Während die Monheimer Siegesserie beendet ist, ist der FCM trotzdem seit insgesamt neun Spielen ungeschlagen und kassierte in diesem Zeitraum zwei Gegentore.