Einwurf: Erlaubt ist anders als beliebt

Einwurf : Erlaubt ist anders als beliebt

Das ist die eine Seite der Medaille: Die erste Mannschaft als Aushängeschild der Sportfreunde Baumberg (SFB) weiß in der Fußball-Oberliga kaum noch, wie sie ihre Auswechselbank mit ausreichend Personal bestücken soll. Trotzdem verlor das Rest- Team von Trainer Salah El Halimi beim SV Straelen vor allem deshalb mit 3:4, weil es zu viele Fehler einstreute. Möglicherweise sind aber die ständigen Umbauten in der Mannschaft und der permanente Einsatz von Spielern, die eigentlich noch Zeit oder eine Pause brauchen, die eigentliche Ursache fürs Problem. Man weiß es irgendwie nicht. Oder vielleicht doch.

Das ist die andere Seite der Medaille: Baumberg tut nahezu alles, damit die zweite Mannschaft den Aufstieg aus der Kreisliga A in die Bezirksliga schafft. Die Verantwortlichen haben für dieses Projekt beschlossen, sich intensiv in der Ersten zu bedienen. Gestern gewann Baumberg II beim OFC Solingen mit 2:1 - mit Christian Krone, Ricardo Ribeiro, Daniel Rey Alonso und Muhammet Ucar aus dem Oberliga-Kader. Alle vier standen erneut in der Startelf. Dasselbe galt für Hayreddin Maslar, der nach einer langen Verletzungspause (Kreuzband) sein Comeback auf dem Platz und sein Debüt in dieser Saison gab. Und ein weiterer Name tauchte auf, der an der Sandstraße einst zum Stammpersonal gehörte. Für die Baumberger stürmte tatsächlich auch der 43 Jahre alte Kosta Knezevic. Das ist natürlich nach dem Regelwerk erlaubt. Ob die Maßnahmen den Beliebtheitsgrad der Sportfreunde erhöhen, ist eine ganz andere Frage.

Unbeliebt bei ihrem Coach Dennis Ruess machten sich gestern die Oberliga-Fußballer des FC Monheim (FCM), die gegen den Cronenberger SC mit 1:2 verloren. Die einzigen Geschädigten sind jedoch die Monheimer selbst, weil Cronenberg den Sprung ans rettende Ufer trotz des Dreiers bei sieben Punkten Rückstand und zwei ausstehenden Saisonspielen nicht mehr schaffen kann. Der FCM, der bis zum sicheren Erreichen des obersten Saisonziels Klassenerhalt eine ganz starke Serie gezeigt hat, ist nun zum ersten Mal seit einer halben Ewigkeit nicht mehr unter den besten zehn Teams zu finden (Elfter). Läuft es ganz blöd, kommt das Team von Trainer Dennis Ruess in den Spielen beim TV Jahn Hiesfeld (27. Mai) und gegen SW Essen (3. Juni) auch nicht mehr vom Fleck. Kleiner Trost: Weniger als Rang zwölf kann es nicht mehr werden. Richtig prickelnd fände das keiner. Michael Deutzmann

(RP)
Mehr von RP ONLINE