Lokalsport: Elfen wollen Bietigheim die Meisterfeier vermiesen

Lokalsport : Elfen wollen Bietigheim die Meisterfeier vermiesen

Im Prinzip ist alles angerichtet für die Feier heute. Prickelnde Getränke und Meister-Shirts für die Feier haben die Handballerinnen der SG BBM Bietigheim ziemlich sicher im Gepäck. Und auch eine ordentliche Zahl von Anhängern begleiten den Branchenführer im Auto oder Fan-Bus nach Leverkusen. Denn der noch verlustpunktfreie Tabellenführer der Frauenhandball-Bundesliga könnte in der Ostermann-Arena den Meistertitel perfekt machen. Letzte Hürde dafür ist das Spiel bei Bayer 04 heute Abend (Anwurf: 19.30 Uhr). Aber die Elfen wollen sich dem Spitzenreiter nicht kampflos geschlagen geben.

"Wir haben überhaupt keinen Druck und freuen uns auf dieses Spiel. Wir müssen noch einmal über unsere Leistungsgrenze gehen, um dem Gegner möglichst lange Paroli bieten zu können", sagt Trainerin Renate Wolf. Sie hofft trotz des undankbaren Termins unter der Woche - nötig, weil Bietigheim am kommenden Wochenende im europäischen EHC-Cup das erste von zwei Finalspielen gegen das russische Top-Team Rostov Don bestreitet - auf eine würdige Kulisse. Die hat diese Partie in jedem Fall verdient, wird den Zuschauern doch so oder so Großes geboten. Entweder macht das überragende Team der Spielzeit den ersten von drei noch möglichen Titeln klar oder die Elfen können sich als Spielverderber feiern, weil sie als erstes Team der Liga gegen die SG BBM Bietigheim punkten.

Im Hinspiel waren die Leverkusenerinnen noch deutlich unterlegen, aber da gehörten Nationalkeeperin Katja Kramarczyk und die Niederländerin Anouk van de Wiel auch noch nicht zum Team. Wie es aussieht, wenn der Elfen-Express ins Rollen kommt, musste am Wochenende erst Borussia Dortmund leidvoll erfahren. "Ich hoffe für heute auf eine ähnliche Leistung ", sagt Wolf. Aber der Kantersieg beim BVB ist auch dem nächsten Gegner nicht verborgen geblieben. Bietigheims Trainer Martin Albertsen erwartet eine "sehr schwere Aufgabe" für ihn und seine Schützlinge. Bayer habe mit dem 33:18-Sieg in Dortmund "ein Signal gesetzt".

Ein Wiedersehen mit ihren früheren Kolleginnen feiern an alter Wirkungsstätte auch zwei Ex-Elfen im Bietigheimer Kader: Torfrau Valentyna Salamakha sowie Nationalspielerin Kim Naidzinavicius.

(RP)