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Einwurf: Einfach viel zu kurz gedacht

Einwurf : Einfach viel zu kurz gedacht

Das letzte Saisonspiel in der Fußball-Kreisliga zwischen dem FC Monheim II (FCM) und den Sportfreunden Baumberg II (SFB) stellte mit 500 offiziell angegebenen Zuschauern einen neuen Rekord für diese Saison auf.

Natürlich wollten sich diese 11-Uhr-Partie auch zahlreiche Fußballer nicht entgehen lassen, die erst etwas später am Nachmittag selbst mit ihren Mannschaften im Einsatz waren. Dazu gehörten etwa die Spieler und das Trainerteam des Kreisliga-Meisters HSV Langenfeld. Besonders intensiv beobachtete zudem der Trainer eines Bezirksligisten die Partie und er äußerte in der Pause eine klare Meinung: "Damit kann ich überhaupt nichts anfangen. Das geht gar nicht." Recht hat er.

Gemeint war die Tatsache, dass beide Vereine die am Aufstiegs-Endspurt beteiligten Teams kräftig durch aus dem jeweiligen Oberliga-Kader abgeordnete Spieler ergänzt hatten. Dieses Duell gewannen die Sportfreunde gestern knapp mit 5:4. In Wirklichkeit war es deshalb kein Treffen zweier zweiter Mannschaften, sondern eine Fortsetzung der Oberliga-Duelle in einer Light-Version. Das ist nach dem Regelwerk zulässig, aber zumindest für die Baumberger Erste war der Preis hoch - denn sie handelte sich auch aufgrund des Aderlasses nach unten zum Abschluss drei Niederlagen in Folge ein. Natürlich freuen sich die Verantwortlichen jetzt, dass sie SFB-Zweite künftig in der Bezirksliga spielt und sie werden es unter anderem damit begründen, nun über einen besseren Unterbau zu verfügen. Das ist aber vor allem eins - viel zu kurz gedacht und am Ende lediglich eine eher unrealistisch kühne Behauptung. Michael Deutzmann

(RP)