Fußball: Eine Halbzeit zu wenig

Fußball: Eine Halbzeit zu wenig

Fußball-Landesligist HSV Langenfeld kassierte gegen den VfB Hilden eine 1:4-Niederlage. Vor der Pause wirkten die Gastgeber verschlafen. Nachher legte Langenfeld deutlich zu, doch zwei Konter beendeten sämtliche Hoffnungen.

Die Landesliga-Fußballer des HSV Langenfeld lieferten im Spiel gegen den VfB Hilden nur eine gute Halbzeit ab. Nach einem verschlafenen ersten Durchgang reichte die Steigerung nach der Pause aber nicht zu einem Punktgewinn — 1:4 (0:1). "Das Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wider. Aufgrund der zweiten Halbzeit hätten wir durchaus einen Punkt verdient gehabt", fand HSV-Trainer Oliver Fecker.

Dabei gab es aus Langenfelder Sicht in der ersten Halbzeit wenig Positives zu verzeichnen, weil sich die Hausherren meistens ängstlich versteckten. Hilden kam dagegen durch Pascal Weber zügig zur 1:0-Führung (16.). Fecker wechselte schließlich, brachte Robin Bastian und André Köhler. Während Köhler für mehr Ordnung sorgte, erzeugte Bastian Schwung in der Offensive. Trotzdem kassierte der HSV kurz nach dem Wechsel wiederum durch Weber das 0:2 (51.).

Petri verkürzt volley

  • Lokalsport : VfB wacht in Langenfeld erst nach der Pause auf

Erst jetzt wachten die Gastgeber auf und wehrten sich gegen die drohende Niederlage. Mit einem schönen Volleyschuss verkürzte Alessandro Petri zum 1:2 (54.). In der Folge hatten die Langenfelder ihre Möglichkeiten zum Ausgleich und mehrfach Pech. Erst forderte Feckers Team nach einer Attacke gegen Christian Engels vergeblich einen Strafstoß (70.). Kurz darauf landete ein Freistoß bei Köhler, dessen Versuch aber am Hildener Torpfosten endete (75.). Der starke Bastian bekam dann seine beste Möglichkeit, als er sich gut durchgesetzt hatte. Am Ende wurde der Winkel aber zu spitz — und sein Schuss landete bei VfB-Keeper Sebastian Siebenbach (78.). "Dann kommt, was kommen muss. Du machst auf und kassierst noch zwei Tore", erklärte Fecker zu den letzten Minuten.

Wieder mehr Möglichkeiten

Denis Hauswald besorgte per Konter schließlich die Treffer zum 1:3 (86.) und 1:4 (89.)-Endstand. "In der ersten Halbzeit waren wir nicht aggressiv genug. Nach der Pause haben wir dann Gas gegeben und dagegengehalten. Da war es dann ein Derby", urteilte Fecker, der unter dem Strich einverstanden mit der Leistung seiner Mannschaft war. Auch für die kommenden Wochen im Abstiegskampf ist der Coach grundsätzlich zuversichtlich: "Wenn man einen Köhler oder Bastian von der Bank bringen kann, hat man wieder Möglichkeiten."

(rod-)
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