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Judo: Eine Gala: Joris Kuger mit "WM"-Gold belohnt

Judo : Eine Gala: Joris Kuger mit "WM"-Gold belohnt

Eine glanzvolle Vorstellung verhalf Joris Kuger (JC Langenfeld) bei den Westdeutschen Judo-Meisterschaften in der Altersklasse U 17 zum großen Wurf. Kuger sicherte sich in der Gewichtsklasse bis 60 Kilo verdient Gold und die Fahrkarte zu den Deutschen Meisterschaften (27./28. Februar am Nürburgring). Durch Siege über Anthony Zimmermann (Burscheider TG), Manuel Heck (JC Schloß Neuhaus) und Mauricio Greco (TSV Viktoria Mülheim) erreichte der Langenfelder in Holzwickede das Halbfinale, das er gegen Maxime Junghänel (SSF Bonn) gewann. Obwohl die DM-Qualifikation bereits unter Dach und Fach war, wollte Joris Kuger nun auch Gold.

Das Duell mit Dimitri Sokolovski (1. Godesberger JC) war von Beginn an sehenswert. Kuger, bestens eingestellt, erzeugte über schnelle und technisch saubere Angriffe immer wieder viel Druck, sodass er zu Punktgewinnen kam und die Führung bis zum Schluss verteidigte. Jetzt gehört Joris Kuger (im letzten Jahr in der U 17 und dort schon sehr erfolgreich) auch bei den Deutschen Meisterschaften zu den Kandidaten auf ein Top-Resultat. Sein Ziel ist auf jeden Fall ein Platz auf dem Treppchen – und damit der Traum vom Titel eingeschlossen.

Merle Grigo (erstes Jahr U 17) bezwang zuerst Maren Bormann (Senshu Hau), Sandra Heckmann (Banzai Gelsenkirchen) und Melina Pricken (TV Dellbrück). Im Halbfinale der Klasse bis 40 Kilo brachte ihr überzeugendes Angriffs-Judo den Erfolg über Darleen Sturm (JC 66 Bottrop) und das Finale gegen Miriam Schneider (JC Hennef) bot ebenfalls alle Chancen zum Sieg. Eine kleine Unachtsamkeit war dann das Ende aller Titelhoffnungen, sodass es bei Silber blieb (DM-Qualifikation eingeschlossen).

Den unglücklichsten Ausgang der Westdeutschen Meisterschaften erlebte Ricardo Baret, der dritte JCL-Teilnehmer. In der Gewichtsklasse bis 43 Kilo führte ihn der Sieg gegen Victor Krämer (JC Dortmund Dorstfeld) ins Viertelfinale, doch gegen Christian Orlowski (1. Godesberger JC) erlitt Baret eine Niederlage. Nun folgte die Trostrunde als Chance, vielleicht doch den dritten Platz zu erreichen. Gegen Philipp Stockel (TV Jahn Rheine) und Justus Knemöller (JG Münster) setzte sich der Langenfelder durch, bevor der Kampf um Bronze gegen Moritz Plafky (JC Hennef) auf dem Programm stand.

Konter entscheidend

Ricardo, der ohnehin durch hohen Einsatz überzeugte, wählte das höchste Risiko, um eine schnelle Entscheidung herbeizuführen. Der Lohn blieb allerdings aus, denn ein Konter Plafkys passte genau. Baret belegte so einen guten fünften Platz, verpasste aber die Teilnahme an den Deutschen Meisterschaften.

(RP)