1. NRW
  2. Städte
  3. Langenfeld
  4. Lokalsport

Fußball: Ein Mix aus Pleiten, Pech und Pannen

Fußball : Ein Mix aus Pleiten, Pech und Pannen

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath konnte am Ende nach einer schwachen ersten Hälfte mit dem 2:2 gegen den SC Velbert zufrieden sein, weil sogar eine Niederlage drohte. Für mehr Sicherheit war der eine Punkt aber zu wenig.

Auf Dauer wird sich der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath mit der Methode Eichhörnchen wohl kaum vernünftig von der Stelle bewegen und in ruhigere Regionen vorstoßen. Nach dem 2:2 aus der vergangenen Woche beim ebenfalls gefährdeten TSV Ronsdorf kam die Elf um Trainer Marek Lesniak erneut zu einem 2:2 (1:1). Das sieht zunächst ganz gut aus – weil als Gegner immerhin der Fünfte SC Velbert an den Schlangenberg gekommen war. Dass die richtig große Begeisterung nicht aufkommen wollte, lag unter anderem an einer miserablen ersten Halbzeit. "Die haben wir komplett verschlafen", fand Lesniak, "das war wieder zu wenig." Am Ende mussten die Hausherren in einer bisweilen chaotischen Schlussphase sogar um das Unentschieden bangen.

TuSpo produzierte in den ersten 45 Minuten nahezu nichts Brauchbares. Bis auf die Schüsschen von Dennis Lichtenwimmer (11.) und Wojciech Lesniak (18.) entstanden nicht mal Ansätze von Versuchen, den Kasten der Gäste in Gefahr zu bringen. Velbert, das zunächst einen sehr kompakten bis energischen Auftritt zeigte, nutzte dafür direkt seine erste richtige Gelegenheit durch Erhan Azatoglu zum 1:0 (22.). Eine sortierte Abwehr der Gastgeber war in dieser Szene irgendwie nicht zu erkennen.

Weil Wojciech Lesniak zwei Minuten vor der Halbzeit praktisch aus dem Nichts das 1:1 gelang (43./Vorarbeit Philip Lehnert), bekam Richrath ein Stück mehr Sicherheit – und nach der Pause auch die Partie vorübergehend in die Hand. Lichtenwimmers Kopfball konnten die Gäste auf der Linie klären (48.), doch kurz darauf vollendete Lichtenwimmer die Vorarbeit von Redmer und Ergül zum 2:1 (52.). TuSpo schien auf dem Weg zum Dreier zu sein, zumal die Gäste plötzlich viele Beschäftigungen neben dem Feld suchten – durch Meckern und Dauer-Diskussionen. Weil sich Richrath beteiligte und abwechselnd mit Velbert jeweils komplett das Mittelfeld preisgab, bot die bisweilen sehr rustikal geführte Begegnung jetzt zumindest viel Aufregung.

Pech für Richrath: Das 2:2 (58.) war ein Eigentor des sehr einsatzfreudigen Azzedine Boulahrouz. Sehr ärgerlich für Richrath: Der erst in der 63. Minute eingewechselte Tim Engelen leistete sich in der Höhe der Mittellinie ein ebenso rüdes wie völlig unnötiges Foul und sah dafür korrekt die Rote Karte (83.). Glück für Richrath: Da hätte es bei zwei Riesenchancen für Velbert (73./74.) längst 2:3 heißen müssen.

Dass die Hausherren die Ordnung verloren, hatte mit der Zwangs-Auswechslung von Wojciech Lesniak zu tun (67.), der bereits verwarnt war und vor einem Platzverweis stand. Unter dem Strich produzierte TuSpo definitiv mehr Fragen als Antworten. Und die Methode Eichhörnchen wird für mehr Sicherheit auf Dauer nicht ausreichen.

(RP)