Fußball: Ein Mann für die linke Seite

Fußball : Ein Mann für die linke Seite

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath blieb beim eigenen Turnier schon in der Vorrunde hängen. Für Trainer Marek Lesniak ist aber die Meisterschaft wichtiger – und der Baumberger Dominik Kepper eine echte Verstärkung.

Für den Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath bleibt die Halle zumindest am Anfang des Jahres 2012 ein unbeliebtes Pflaster. Nach den bescheidenen Auftritten bei den Stadtmeisterschaften flog Richrath nun auch beim eigenen Turnier (Wintercup) bereits in der Vorrunde raus. Auf den 5:2-Sieg gegen den FC Union Solingen folgten in der Gruppe A eine 3:4-Niederlage gegen den VfL Benrath und das 2:5 gegen den SV 09/35 Wermelskirchen (alle Bezirksliga).

"Das ist natürlich enttäuschend. Aber man muss auch sehen, mit welchem Kader wir angetreten sind. Da fehlten einige Spieler, die nach Verletzungen gerade wieder zurückgekommen sind und in der Halle lieber geschont werden", erklärte TuSpo-Physiotherapeut Jörg Broch. Wegen der dünnen Personaldecke musste Trainer Marek Lesniak sogar den Ersatztorwart Maikel Schleiden mit als Feldspieler einsetzen.

Mann für die linke Seite

Auf einem anderen Feld konnte der Landesligist dagegen einen Erfolg verbuchen, denn Richrath wurde auf der Suche nach einer Verstärkung fündig. Vom Niederrheinligisten SF Baumberg kommt Dominik Kepper. "Er hat mit die Zusage gegeben", bestätigt Lesniak, der den Mittelfeldspieler seit langer Zeit gut kennt. Vom 26-Jährigen erwartet der Coach, dass er die linke Seite der Richrather beackert – die nun noch auf der Suche nach einem weiteren Neuen für die Offensive sind.

Während das rein sportliche Abschneiden beim eigenen Turnier mäßig war, konnte TuSpo mit dem sonstigen Verlauf zufrieden sein. "Dafür, dass der Winter mit Hallenturnieren vollgepackt ist, war der Zuschauerzuspruch in Ordnung", fand Broch. Den Erlös aus dem Verkauf von Eintrittskarten (170 Euro) stockte der 2. TuSpo-Vorsitzende Rolf Lindemann auf 400 Euro auf – die dann als Spende an "Sag's e. V." gingen (Beratung und Prävention gegen sexuelle Gewalt an Kindern und Jugendlichen).

Deutliches Endspiel

Herausragender Turnierteilnehmer war der Landesligist VfB Hilden, der sich zuerst in der Gruppe A durchsetzte, im Halbfinale mit 2:1 gegen Benrath gewann und das Finale gegen den Bezirksligisten SC Ayyildiz Remscheid fast nach Belieben beherrschte – 5:0. Hildens Eremias Ghebremedhin tat sich zudem mit zehn Treffern als erfolgreichster Torschütze hervor. Zum besten Torhüter wurde Marcel Aust gewählt, der mit dem VfL Benrath auf dem vierten Platz landete – hinter Wermelskirchen, das in Marcel Schüttler den besten Spieler des gesamten Turniers stellte.

(mroe)