Badminton : Ein glänzender Einstand

Das 15. Badminton-Jugendturnier des FC Langenfeld bot wieder erstklassigen Sport. Neuzugang David Peng hätte den Gastgebern im U-15-Einzel fast einen Sieg beschert, verlor aber im Finale knapp gegen den Engländer Ben Lane.

Rund 450 Spielerinnen und Spieler aus aller Welt waren gekommen, um am 15. Badminton-Jugendturnier des FC Langenfeld (FCL) teilzunehmen. Neben den bekannten Größen wie Dänemark, England oder Frankreich gabs aber auch was Neues, denn der FCL konnte zum ersten Mal kleinere Teams aus China und Indonesien begrüßen.

Der Langenfeld-Cup ist das zweitgrößte Jugendturnier in Deutschland (nach den German Juniors) und für viele Verbände eine gute Gelegenheit — um Talente für die kommende Saison oder für die Nationalmannschaft zu sichten. In diesem Jahr war die Nachfrage so groß, dass sich die Veranstalter beim Zeitmanagement ein wenig verschätzten.

"Für das nächste Jahr müssen wir die Teilnehmerzahl in jedem Fall begrenzen", erklärt Günther Joppien, Turnier-Mitverantwortlicher und als Manager fürs Regionalliga-Team des ehemaligen Bundesligisten zuständig.

Deutschland auf Rang zwei

Drei Tage kämpften Sportler aus 17 Nationen in den Altersklassen U 15, U 17 und U 19 um die Titel. Keine Überraschung: In den meisten Wettbewerben dominierten erneut die in Europa führenden Dänen, die als Sieger der Nationenwertung zehn von 15 Disziplinen für sich entschieden. Deutschland belegte hier den zweiten Rang — und konnte sich darüber hinaus über starke Einzel-Ergebnisse freuen.

Eins davon ging auf das Konto von David Peng. Der Zweite der Deutschen Meisterschaften im Einzel U 15 und Meister im Herren-Doppel war kurz nach der Anmeldung fürs Turnier von der DJK VfL Willich zum FC Langenfeld gewechselt, dem er nun direkt eine Silbermedaille bescherte. David, der als großer Hoffnungsträger in der Altersklasse U 15 galt, erreichte tatsächlich das Finale — und stand hier kurz vor dem großen Wurf. Erst nach drei spannenden Sätzen unterlag er gegen den Engländer Ben Lane mit 21:18, 19:21, 17:21. "David hat eine tolle Leistung erbracht. Das Finale überstieg unsere Erwartungen. Wir wir sind wirklich sehr stolz", bestätigte Günther Joppien.

Das deutsche Top-Resultat erzielte schließlich Laura Wich (TV Emsdetten), die nach drei Drei-Satz-Erfolgen (Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale) das Endspiel gegen die an Nummer eins gesetzte Dänin Sara Ortvang überraschend glatt mit 21:17, 21:10 beherrschte. "Mein Ziel war es, das Halbfinale zu erreichen. Der erste Platz ist eine große Überraschung, aber ich freue mich sehr und kann einen deutlichen Fortschritt erkennen" erzählte Laura nach der Siegerehrung.

Reibungsloser Ablauf

Der FCL verzeichnete als beste Ergebnisse das Finale von David Peng und das Viertelfinale von Lars Schänzler (U 17/16:21, 21:23 gegen den Engländer Alex Lane). Dennoch lobte Günther Joppien alle Spieler: "Wir hatten wieder viele gute Helfer, die ehrenamtlich ihr Wochenende opfern. Aber unsere Jugend hat sich dieses Jahr besonders hervorgetan. Dadurch war der reibungslose Ablauf erst möglich."

(nico)