Leichtathletik: Ein echter Wettkampftyp

Leichtathletik : Ein echter Wettkampftyp

Hochsprung-Talent Lukas Bulla sieht die Leichtathletik als Leidenschaft, in der allein die eigene Leistung entscheidet. Vor Drucksituationen hat er keine Angst – auch nicht mit Blick auf die Deutschen Meisterschaften.

Hochsprung-Talent Lukas Bulla sieht die Leichtathletik als Leidenschaft, in der allein die eigene Leistung entscheidet. Vor Drucksituationen hat er keine Angst — auch nicht mit Blick auf die Deutschen Meisterschaften.

Lukas Bulla ist ein gelassener, aber gleichzeitig hoch motivierter Mensch. Der 17 Jahre alte Schüler des Konrad-Adenauer-Gymnasiums strebt fürs kommende Jahr das Abitur an. Schon jetzt konnte er sich — wie 2011 — im Hochsprung für die Deutschen Jugendmeisterschaften qualifizieren. Die Leichtathletik begeistert ihn: "Die Vielfalt aller Bewegungen kommt hier zusammen und allein die eigene Leistung entscheidet über den Erfolg, anders als beispielsweise im Mannschaftssport." Besonders im Hochsprung inspirieren ihn die Drucksituationen. "Ich bin eindeutig ein Wettkampftyp. Wenn andere die aufliegende Höhe schon geschafft haben, motiviert mich das zusätzlich", sagt Bulla, der für die SG Langenfeld startet (SGL).

Vorbereitung ohne Hindernisse

In der aktuellen Saison knackte Lukas zum ersten Mal die Zwei-Meter-Marke und er sprang damit fünf Zentimeter höher als für die Qualifikation gefordert (1,95 Meter). Mit dieser Leistung sind die Chancen auf eine vordere Meisterschafts-Platzierung ganz gut, zumal Bulla die Vorbereitung ohne Verletzungen absolvieren konnte. Vor zwölf Monaten war das anders, weil der Langenfelder damals Rückenprobleme hatte und kurz vor den Deutschen Meisterschaften in Jena noch eine Platzwunde an der Stirn erlitt. Trotzdem zog er in den Endkampf ein und durfte sich am Ende mit 1,95 Metern über den achten Platz freuen. Klar: Jetzt ist das Ziel höher gesteckt und Lukas zugleich optimistisch, ein besseres Ergebnis mitzunehmen.

Als Achtjähriger bemerkte Bulla bei den Bundesjugendspielen, wie viel Spaß ihm Leichtathletik macht. Ab da begann er, im Verein zu trainieren. Er passte sich dort schnell den Anforderungen an und feierte bald darauf erste Erfolge bei Kreismeisterschaften. Vor dem Wechsel der Sportart hatte der 17-Jährige unter anderem Judo betrieben und als Schwimmer bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft in Langenfeld seine Bahnen im Wasser gezogen. Außerhalb des Sports sieht sich Bulla als sehr normalen Jugendlichen: "Ich treffe mich gern mit Freunden. Ab und an mache ich auch Musik am Computer."

Ingenieur oder Profisportler

Über seine langfristigen Pläne ist sich der Langenfelder noch nicht ganz im Klaren. Eigentlich interessiert den Schüler, der Mathe und Physik als Leistungskurse belegt, ein Studium im Bereich des Ingenieurwesens. Falls es möglich wäre, könnte sich Lukas allerdings durchaus vorstellen, mit dem Sport Geld zu verdienen. Diese Option hängt allerdings sehr von den Leistungen in der Zukunft ab. Ein erstes Ausrufezeichen für diesen Weg könnte er bereits in knapp einem Monat bei den Deutschen Meisterschaften in Mönchengladbach-Rheydt setzen.

(mol-)