Fußball : Ein echter Paukenschlag

Die Landesliga-Fußballer des HSV Langenfeld verschliefen im Derby bei TuSpo Richrath den Start. Nach dem 0:1 und schwachen 15 Minuten drehte die Mannschaft von Trainer Oliver Fecker aber auf. Am Ende stand ein 4:1-Erfolg.

Die neue Saison in der Fußball-Landesliga begann mit einer richtig dicken Überraschung. Der HSV Langenfeld kam im Lokalderby bei TuSpo Richrath zu einem 4:1 (0:1)-Erfolg. Nach den Generalproben im Pokal waren eigentlich die Gastgeber der Favorit, doch die Mannschaft von Trainer Michael Kezmann ließ über weite Strecken ganz viel vermissen. "Alles, was die Mannschaft in der Vorbereitung gezeigt hat, war weg. Streckenweise hatte das kein Landesliga-Format", fand Kezmann ehrlich.

"Köttel in der Hose"

Nur in der Anfangsviertelstunde sah es so aus, als wäre TuSpo der Herr im eigenen Haus. Der HSV war immer einen Schritt zu langsam. Aziz Afkir vergab die erste richtig gute Chance (2.). Die zweite nutzte Dennis Lichtenwimmer aber zum da verdienten 1:0 (10.). Der TuSpo-Stürmer war hier seinem Gegenspieler Sanjin Nozic nicht nur in dieser Szene schlicht weggelaufen. Die passende Analyse fand Langenfelds Coach Oliver Fecker bereits zur Pause: "Wir hatten in den ersten 15 Minuten Köttel in der Hose. Als die Köttel weg waren, lief es."

Mitte der ersten Hälfte übernahmen die Gäste das Kommando. Spielerisch wirkte lange nicht alles stark, aber die Fecker-Elf zeigte den wesentlich höheren Einsatz. Marian Zündorf schoss aus kurzer Distanz drüber (25.), bevor André Köhler alleine auf TuSpo-Keeper Jan Conradi zulief. Der Schlussmann lenkte den Schuss entscheidend ab und war sogar gegen den Versuch von Christian Engels unmittelbar danach zur Stelle (35.). Bereits zu diesem Zeitpunkt musste die Richrather Führung nur noch als schmeichelhaft gelten. Und nach der Pause gabs das gleiche Bild. Schließlich belohnte sich der HSV unter kräftiger TuSpo-Hilfe. Nach einem Freistoß gingen zwei Richrather Abwehrspieler zum Ball, der aber bei Zündorf landete – 1:1 (55.).

Rote Karte für Pichura

Nur kurz darauf kam der sonst unauffällige Köhler an den Ball und zog aus gut 25 Metern einfach mal ab. Unfassbar: Der Ball landete genau passend über Conradi zum 2:1 im Tor (57.). Der Doppelschlag war die moralische Entscheidung, zumal Sebastian Pichura nach einem herben Bodycheck an der Seitenlinie gegen Alessandro Petri die Rote Karte sah (64.). Die Entscheidung war hart, aber durchaus vertretbar. Eine Ecke von Andreas Gumilar köpfte Christian Engels zum 3:1 ins Tor (72.) und den 4:1-Schlusspunkt setzte Petri ebenfalls im Anschluss an eine Ecke. Der HSV-Angreifer konnte sich den Ball fast unbedrängt zurechtlegen und ins lange Eck abschließen (82.). "Ich bin total zufrieden. Nach 20 Minuten haben schließlich nur noch wir gespielt", fand der strahlende Oliver Fecker.

(rod-)