Fußball: Ein Dämpfer für Baumberg – zur rechten Zeit

Fußball : Ein Dämpfer für Baumberg – zur rechten Zeit

Fußball-Oberligist verlor das Testspiel gegen Sprockhövel nach einer guten ersten und einer miserablen zweiten Halbzeit mit 2:3.

Das hatte sich der Fußball-Oberligist SF Baumberg (SFB) ein bisschen anders vorgestellt. Nach zwei Vorbereitungs-Siegen (3:0 gegen die U 19 von Borussia Mönchengladbach, 3:2 gegen die U 19 von Fortuna Düsseldorf) wollte der neue Trainer Markus Kurth im Test gegen den Westfalen-Oberligisten TSG Sprockhövel das nächste Stück vorankommen. Zu sehen bekam er allerdings eine bunte Mischung — aus sehenswerten Spielzügen, schönen Toren, hanebüchenen Patzern und fehlender Konsequenz.

Weil die Hausherren nach einem guten Auftakt nur selten wieder den verlorenen Faden aufnehmen konnten, gab es ein 2:3 (2:1). "Die zweite Halbzeit war eine Katastrophe", urteilte Kurth, "aber vielleicht war es ganz gut, dass wir noch mal einen Dämpfer bekommen haben."

Den frühen 0:1-Rückstand (5.) beantwortete Baumberg mit einem Treffer der Extraklasse, denn der Pass von Kapitän Hayreddin Maslar in die Schnittstelle der gegnerischen Abwehr fand exakt den Weg zu Louis Klotz — 1:1 (6.). Das 2:1 (40.) durch den überragenden Klotz war kurz vor der Pause der verdiente Lohn für eine gute Vorstellung der Sportfreunde, die den Elan für die zweite Halbzeit aber vermutlich in der Kabine ließen. Fürs Spiel nach vorne gab es nun ein paar hübsche Ansätze, doch nichts richtig Zwingendes mehr.

Am Ende kam Kurths Elf sogar komplett vom Kurs ab, sodass die TSG über den 2:2-Ausgleich (73.) praktisch mit dem Abpfiff sogar noch zum 3:2 kam (90.). "Ich habe anfangs der Woche noch mal genau gesagt, was ich verlange", betonte der SFB-Coach, "und ich konnte heute nicht bei jedem erkennen, dass er das Spiel unbedingt gewinnen wollte."

Weil die verletzten Marcel Löber und Christian Beckers derzeit ausfallen, musste Kurth die eine oder andere Umbau-Maßnahme durchführen. Eine davon: Uwe Brüggemann rückte aus dem Mittelfeld in die Viererkette - was ihm offensichtlich wenig Vergnügen bereitete. Fünf Auswechslungen zur zweiten Hälfte sorgten ebenfalls dafür, dass sich Baumberg manchmal nicht richtig sortieren konnte. Insgesamt ist der neue SFB-Coach trotzdem mit der Entwicklung zufrieden: "Für unser Ziel, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, sind wir weit. Sonst brauchen wir noch ein paar Wochen, um alles reinzukriegen." Vieles liegt seiner Ansicht nach daran, dass der Abstand zwischen der alten Saison (bis Ende Mai) und dem Beginn der Vorbereitung (23. Juni) auf die neue Serie sehr kurz ist. "Uns fehlt Zeit", sagt Kurth.

Zwei Tests bleiben, um die richtige Elf für den Ernstfall zu finden. Am Sonntag (14 Uhr, Bezirkssportanlage Grazer Straße) spielt Baumberg gegen den Mittelrhein-Landesligisten SV Worringen und am Dienstag (19.30 Uhr) beim Niederrhein-Landesligisten TuSpo Richrath. Dabei ist die Zeit des Ausprobierens vorbei und der SFB-Coach will vorwiegend die Elf auflaufen lassen, die er sich für den Meisterschafts-Beginn am 28. Juli gegen den SC Kapellen/Erft vorstellt. "Für mich sind noch ein bis zwei Positionen offen", erklärt Kurth, "wenn denn alle an Bord sind." Am liebsten hätte er, dass alle Mann an Bord sind - die ihm dann am besten noch eine passende Mischung präsentieren.

(RP)