Fußball : Ein Berg voll Arbeit

Für den Fußball-Oberligisten SF Baumberg ist das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf ein echter Höhepunkt – der auch einige Kosten mit sich bringt. Der Vorsitzende Jürgen Schick muss viel organisieren und viel Verantwortung tragen.

Für den Fußball-Oberligisten SF Baumberg ist das Spiel gegen Fortuna Düsseldorf ein echter Höhepunkt — der auch einige Kosten mit sich bringt. Der Vorsitzende Jürgen Schick muss viel organisieren und viel Verantwortung tragen.

Diese Richtung: Sportfreunde-Trainer Jörg Vollack und sein Team werden sich bemühen, einen vernünftigen Eindruck zu hinterlassen. Foto: Matzerath (ARCHIV)

Auf die Sportfreunde Baumberg (SFB) wartet das größte Ereignis in der Vereinsgeschichte, denn der Fußball-Oberligist spielt am Samstag (15.30 Uhr, Stadion des VfL Benrath) in Freundschaft gegen Fortuna Düsseldorf. "Das ist für den Verein ein absolutes Highlight", findet auch der SFB-Vorsitzende Jürgen Schick. Schon vor fünf Jahren trafen die Sportfreunde mal auf den Traditionsklub — der da noch in der 3. Liga unterwegs war. Die jetzige Partie hat nach der Rückkehr der Fortuna in die Bundesliga eine andere Dimension.

Ursprünglich war das Spiel zum 50. Geburtstag der Sportfreunde für Mai geplant. Als sich Düsseldorf damals in den Relegationsspielen gegen Hertha BSC Berlin durchgesetzt hatte, nahm die Euphorie immer mehr zu — und wurde schließlich so groß, dass die Veranstalter fürs Freundschaftsspiel mit 10 000 Zuschauern rechneten. Weil ein derartiger Andrang nicht zu bewältigen gewesen wäre, musste das Spiel verschoben werden.

Aufgrund der Länderspielpause (wegen der Qualifikation für die Weltmeisterschaften) kann die Partie jetzt sogar an einem Samstag über die Bühne gehen, der für Baumberg um einiges attraktiver ist als ein Termin in der Woche. Das Stadion in Benrath (Karl-Hohmann-Straße) fasst insgesamt 7300 Zuschauer und bietet 1300 Sitzplätze. Die Planungen reichen allerdings nur bis zu einer Obergrenze von 5000 Besuchern — und noch mehr Andrang würde das eigens für das Spiel erstellte Sicherheits- und Verkehrskonzept sprengen.

Mit Polizei und Feuerwehr

Insgesamt 1000 Parkplätze müssen die Sportfreunde anbieten. Rund 50 professionelle Sicherheitskräfte werden rund um die Partie nach dem Rechten sehen. Klar: Sanitäter und Rettungswagen sind ebenfalls an Ort und Stelle. Im Vorhinein musste Schick intensive Gespräche mit dem Düsseldorfer Ordnungsamt, der Polizei und der Feuerwehr führen. "Da hängt ein riesiger Rattenschwanz dran. Das hätte ich selber nicht gedacht", erklärt der SFB-Chef. Die Bewirtung der Fußballfans nehmen die Sportfreunde dafür selbst in die Hand.

An drei bis vier Bierwagen werden Vereinsmitglieder Getränke ausschenken und Speisen ausgeben. Unter dem Strich kam das heimische MEGA-Stadion an der Sandstraße als Austragungsort niemals in Frage, weil die logistischen Anforderungen hier nicht annähernd zu erfüllen gewesen wären.

Mit der Organisation des Freundschaftsspiels gehen die Baumberger durchaus ein nicht unbeträchtliches Risiko ein. Als Veranstalter sind sie für die Sicherheit und den geregelten Ablauf rund ums Stadion verantwortlich — auch bei möglichen Zwischenfällen. Das finanzielle Risiko ist ebenfalls nicht zu vernachlässigen, weil Sicherheitskräfte und Sanitäter bezahlt werden müssen.

Die schwarze Null

Darüber hinaus wird für das Stadion eine Miete fällig und die Fortuna erhält ein Antrittsgeld, über dessen Höhe die Vereine Stillschweigen vereinbarten. Damit die Sportfreunde in finanzieller Hinsicht mit einer schwarzen Null rechnen dürfen, muss die Zahl der Zuschauer am Samstag zwischen 1000 und 1500 liegen. Auch daraus ergibt sich, dass auf die Baumberger das bislang größte Ereignis in der Vereinsgeschichte wartet.

(mroe)
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