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Volleyball: Dritte Liga: Volleyballstart mit Hindernissen

Volleyball : Dritte Liga: Volleyballstart mit Hindernissen

Frauen der SG Langenfeld erzielten zum Saisonbeginn in Wietmarschen einen 3:2-Sieg, machten sich aber selbst das Leben schwer.

Am Ende war Trainer Michael Wernitz dann doch zufrieden, obwohl für die Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) am ersten Spieltag der neuen Saison in der 3. Liga beim SV Wietmarschen mehr als nur ein knapper 3:2 (24:26, 25:22, 18:25, 25:23, 15:7)-Erfolg möglich gewesen wäre. "Das war ein unnötig hartes Stück Arbeit", fand Wernitz, "so, wie es angefangen hat, hätte das Spiel eigentlich 3:0 enden müssen." Die Gäste lagen zwischenzeitlich jedoch mit 1:2 Sätzen zurück und wären fast sogar ohne etwas Zählbares aus dem Emsland zurückgekehrt.

Die Ursache dafür verortete Wernitz vor allem in den Köpfen der Spielerinnen, die zunächst überzeugten und aus dem 9:3 eine 21:15-Führung machten. Der Coach ärgerte sich: "Dann ging plötzlich schon die Feierei los." Die plötzlich auftretenden Fehler und Unkonzentriertheiten sorgten dafür, dass die Gastgeber auf 19:23 herankamen, den Durchgang mit 26:24 gewannen — und nun auf einmal selber bester Stimmung waren.

Wie es nach den eigenen Plänen hätte laufen sollen, demonstrierte die SGL dann im zweiten Durchgang, als sie einen Drei-Punkte-Vorsprung bis zum Satzgewinn verteidigte — 1:1. Die Überraschung: Trotzdem kam Wietmarschen deutlich motivierter aus der zehnminütigen Unterbrechung heraus. "Die Eigenfehler haben uns zurückgeworfen", sagte Wernitz, "man steht neben dem Feld und ist im Grunde handlungsunfähig, weil wir ja momentan nicht so viele Wechselmöglichkeiten haben." Als den Langenfelderinnen beim Stande von 1:2 eine Niederlage drohte, kamen sie allerdings immer besser ins Spiel — obwohl Wietmarschen nach der neuen Regel (in dieser Saison eingeführt) bereits einen Zähler in der Tasche hatte und deshalb befreit weitermachen konnte.

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Bis zum 18:18 wusste sich keines der Teams abzusetzen. Für die Entscheidung sorgte schließlich Sarah Man, die beim Stande von 21:22 mit ihren starken Angaben die Wende zugunsten der SGL einleitete. "Sie war für mich die Matchwinnerin", erklärte Wernitz. Ganz konnte er nicht nachvollziehen, weshalb Wietmarschen seine Angaben ab dem vierten Satz permanent auf Man spielte — die mit jeder Ballannahme stärker wurde und am überzeugenden 15:8 im Tie-Break durch Aufschläge maßgeblich beteiligt war. "Es hat ja fast etwas Positives, dass wir gesehen haben, wie wir uns aus einem Loch herausarbeiten und ein Spiel umbiegen können", betonte Wernitz, der dann alles in allem auch zufrieden war.

SG Langenfeld: Kiss, Schürholz, Man, Drechsel, Althaus, Pflitsch, Nahrstedt, Zandt, Saip.

(-ham)