Basketball : Doppelter Rückschlag

Die Gefahr im Kampf um den Klassenerhalt ist für den Basketball-Oberligisten SG Langenfeld deutlich gestiegen. Bei der DJK Adler Frintrop gabs ein ziemlich unnötiges 71:76. Außerdem wird wohl ein dritter Absteiger gesucht.

Zwei Siege in Folge hatten zuletzt für eine fast euphorische Stimmung beim Basketball-Oberligisten SG Langenfeld (SGL) gesorgt. Nun fand das beachtliche Zwischenhoch gleich in zweierlei Hinsicht ein jähes Ende, denn das immer noch stark vom Abstieg bedrohte Team zog zunächst bei der DJK Adler Frintrop knapp mit 71:76 (37:36) den Kürzeren.

Dadurch bleibt Langenfeld auf dem zehnten Platz, der bis vor Kurzem als rettendes Ufer galt. Nun steht allerdings fest, dass die NVV Lions Mönchengladbach nach ihrem amtlich bestätigten Rückzug aus der 2. Regionalliga demnächst eine Etage tiefer weitermachen — und damit aller Voraussicht nach das Abstiegs-Kontingent in der Langenfelder Oberliga-Gruppe 2 erhöhen.

Unabhängig davon war Spieler Oliver Beldzik mit dem Langenfelder Auftritt in Frintrop nicht wirklich zufrieden: "Die gesamte Mannschaft ist eindeutig unter ihren Möglichkeiten geblieben und wir haben wieder mal ein entscheidendes schlechtes Viertel gehabt." Auf den ersten Abschnitt traf das sicher nicht zu, weil Langenfeld durchaus sehr selbstbewusst auftrat und stets führte — 22:18 (10.).

Nur noch auf Sparflamme

Der knappe Vorsprung war dann wohl der Anlass, im folgenden Viertel plötzlich auf Sparflamme weiterzumachen. "Das Spiel plätscherte auf beiden Seiten dahin", meinte Beldzik, der trotz erkennbarer offensiver Schwächen der SGL zur Pause noch ein 37:36 (20.) sah.

Nach der Halbzeit schlich sich in die Aktionen der Gäste ein bekannter, aber unbeliebter Gast ein — jenes Viertel, das eine Partie gegen die SGL entscheidet. Obwohl Langenfeld Längenvorteile hatte, landeten zu viele freie Würfe nicht mehr im Korb. Die Hausherren auf der anderen Seite drehten plötzlich auf, erzielten allein in diesem Abschnitt 26 Punkte bis zum 62:53 (30.) und gaben das Spiel anschließend nicht mehr aus der Hand.

Wende unmöglich

Die jeweils 18 Punkte von Patrick Braun und Martin Kampe für die SGL waren letztlich nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Eine Chance zur Wende hatten die Langenfelder nicht mehr und das Zwischenhoch ist zumindest vorerst vorbei.

SG Langenfeld: Borkenhagen (6), Vogel (4), Gerstenberg (2), Beldzik (8), Kampe (18), Kluth (12), Braun (18), Velez-Garcia (3).

(nico)