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Lokalsport: Die Volleyballerinnen geben noch nicht auf

Lokalsport : Die Volleyballerinnen geben noch nicht auf

Schlechte Bilanz, schlechte Vorbereitung, der Spitzenreiter als Gegner der SGL - doch der Drittligist glaubt an den Klassenverbleib.

Zuletzt war in der Halle Hinter den Gärten nur wenig Betrieb. Es waren nur wenige Spielerinnen des Volleyball-Drittligisten SG Langenfeld (SGL) beim Training anzutreffen. "Damit müssen wir in der 3. Liga rechnen. Hier wird auch nur semiprofessionell gearbeitet. Deshalb hat es auch keinen Sinn, jetzt sauer zu sein. Die Mädels, die beim Training dabei waren, haben ihre Sache auf jeden Fall sehr gut gemacht", sagt SGL-Trainer Michael Wernitz. Der Kader umfasst insgesamt 15 Spielerinnen, doch mit Vivian Brauns, Carina Zandt, Tina Steinacker und Jana Nahrstedt konnte nur knapp ein Drittel des Teams trainieren.

Zum Rückrunden-Start empfängt Langenfeld bereits morgen (18 Uhr, Sporthalle Hinter den Gärten) den SV Bad Laer - und die Vorbereitung auf das wichtige Duell hätte besser sein können. Wernitz: "Die Mädels wissen ja selber, dass die Vorbereitung nicht optimal war. Wir müssen jetzt das Beste aus der Situation machen. Dass wir schon jetzt wieder unser erstes Spiel bestreiten, ist vom Kalender her ungünstig. In den Jahren davor war das anders organisiert."

Überdies wird die SGL auch am Spieltag unter erheblichen Personalsorgen leiden, denn ihre immens wichtige Außenangreiferin Mareike Dietzsch wird fehlen. In der letzten Partie beim ASV Senden (3:0) hatte Dietzsch ihren hohen Stellenwert für die SGL durch eine bärenstarke Vorstellung nochmals unterstrichen. Nun wird es schwierig, einen adäquaten Ersatz zu finden. Darüber hinaus müssen auch die Libera Anna-Lena Agethen und die Außenangreiferin Celine Braun passen. Vor diesem Hintergrund wird noch deutlicher, dass der Elfte Langenfeld (sieben Punkte) gegen den Spitzenreiter Bad Laer (31) der klare Außenseiter ist. "Es wird darauf ankommen, ob die Mädels wieder eine gute Laune haben werden, um sich am Spieltag dann auch zu bewegen", erklärt Wernitz. "Ich sehe das Spiel nun eher als eine Trainingseinheit an. Es ist unwahrscheinlich, dass wir Punkte holen werden. Trotzdem gibt es natürlich immer auch Überraschungen."

In der Hinrunde sorgte die SGL für Überraschungen der schlechteren Sorte, weil sie die ersten neun Spiele allesamt verlor. Doch in den vergangenen Partien zeigte die Formkurve mit den Erfolgen gegen den SC Langenhagen (3:1) und in Senden (3:0) nach oben. "Trotz der Pleiten hat die Mannschaft auch während der schlechten Phase nicht die Freude am Spiel verloren. Die Mädels wissen selbst, dass noch einiges im Argen liegt", meint der erfahrene Coach.

In der Rückrunde müssen die Langenfelderinnen in der Annahme noch stabiler werden. Darüber hinaus agierte das Team zuletzt in der Mitte noch nicht effektiv genug, weil es seine Leistungsträgerinnen zu selten einsetzte. Dadurch konnte die SGL nicht besonders häufig von ihren Stützen Silke Althaus und Svenja Tillmann profitieren.

"Wenn es uns gelingen sollte, über unseren Kampfgeist in die Spiele hereinzufinden, sind in dieser Saison mehr als zwei Siege möglich", betont Wernitz. "Wenn ich die zwei Erfolge und die anstehende Rückrunde betrachte, ist der Klassenerhalt für uns eher unwahrscheinlich. Wir haben aber schon oft gesehen, dass wir in Langenfeld eine schlechte Hinrunde gespielt haben und die Mädels dann in der Rückrunde eine gute Form hatten. Es ist eine Sache der Einstellung."

Langenfeld will den Kampf gegen den Abstieg noch lange nicht aufgeben.

(fas)