Handball Die Verwandlungs-Künstler

Handball · Handball-Oberligist SG Langenfeld scheint nach einem miserablen Start in Teil zwei der Vorbereitung auf dem richtigen Weg zu sein. Trotz personeller Probleme gabs gegen die HSG Menden-Lendringsen einen 26:23-Sieg.

 Starke Aushilfe: Thomas Säuberlich (

Starke Aushilfe: Thomas Säuberlich (

Foto: Matzerath

Es war ein bisschen wie früher, als die Oberliga-Handballer der SG Langenfeld (SGL) aus wenig viel zu machen pflegten. Trainer Heino Kirchhoff musste vor dem Test gegen den Westfalen-Oberligisten HSG Menden-Lendringsen aufgrund einiger personeller Ausfälle erst mal kräftig umbauen – und später weiter improvisieren. Weil die Mannschaft aber eine sehr engagierte Leistung ablieferte, gabs letztlich trotz aller Probleme einen beachtlichen 26:23 (12:11)-Erfolg, "Ich bin wirklich sehr zufrieden", fand Kirchhoff – dessen Team innerhalb von nur einer Woche eine komplette Kehrtwende vollzog.

Der Start in den zweiten Teil der Vorbereitung war mit dem 19:28 gegen den Longericher SC eine Katastrophe und das 28:17 beim Dünnwalder TV (beide Oberliga Mittelrhein) bereits ein Schritt nach vorne. Dass nun erneut eine Steigerung gelingen sollte, schien fast ausgeschlossen zu sein. Langenfeld musste schließlich ohne Andreas Nelte (berufliche Gründe), Keeper Tobias Kottwitz (privat verhindert), André Eich (Urlaub) und Mirko Stolley (verletzt) auskommen. Darüber hinaus musste Dawid Rosiak in der 13. Minute vorzeitig passen (nach Abwehraktion umgeknickt).

Unglaubliche sieben Tore

Andere sprangen dafür in die Bresche – wie etwa der aus der dritten Mannschaft ausgeliehen Torhüter Thomas Säuberlich, der einige gute Aktionen hatte, deshalb die komplette erste Hälfte zwischen den Pfosten blieb und seinen Platz erst nach der Pause für Neuzugang Tobias Geske räumte (vom TuS Wermelskirchen gekommen). Als erfolgreicher Rosiak-Ersatz betätigte sich André Jechorek, der insgesamt sieben Treffer erzielte. "Unglaublich", staunte Trainer Kirchhoff, der seinem Kapitän Stefan Wagener auf der Spielmacher-Position ebenfalls eine überzeugende Partie bescheinigte. Weil die SGL gleichzeitig über weite Strecken eine intensive Defensiv-Vorstellung abrufen konnte, umschiffte sie auch die eine oder andere kritische Situation.

Mit viel Leidenschaft

Nach dem 16:12 (39.) geriet die SGL beim 17:18 (44.) und 18:19 (46.) zweimal in Rückstand, fand aber richtige Antworten – 22:22 (56.), 25:22 (59.), 26:23 (60.). Beispielhaft war dabei der Treffer zum 23:22 (57.). Langenfeld verlor den Ball im Tempogegenstoß, doch Jechorek eroberte das Spielgerät zurück und Kreisläufer Florian Felder vollendete. Weil eben so viel Leidenschaft im Spiel war, machte die SGL am Ende aus wenig ziemlich viel.

SGL: Säuberlich, Geske – Majeres (2), Rosiak (2), Jechorek (7), Preissegger (2), Justen (2), Wagener (1), Klimke, Felder (3), Herff (5/2), Körner, Wolter (1), Schickhaus (1).

(RP)