Handball : Die richtige Mischung

Der Handball-Verbandsligist SG Langenfeld hat seine Pflichtaufgabe im Kreispokal beim Ohligser TV mit 34:28 erfolgreich hinter sich gebracht. Für einen deutlicheren Sieg ließen die Langenfelder zu viele Chancen ungenutzt.

Es gibt Spiele, die über den Kampf gewonnen werden, und es gibt Partien, in denen während des gesamten Spiel zu erkennen ist, wer am Ende die Nase vorne haben wird. Der Auftritt der Verbandsliga-Handballer der SG Langenfeld (SGL) beim Klassenkonkurrenten Ohligser TV in der dritten Runde des Kreispokals ist weder der einen noch der anderen Kategorie zuzuordnen. Der 34:28 (17:15)-Erfolg des Tabellenzweiten geht zwar völlig in Ordnung, dennoch ließ sich der Aufsteiger lange Zeit, um wirkliche Ausrufezeichen zu setzten.

„Gerade in den ersten Minuten hatten wir viele technische Fehler und haben sicherlich schon bessere Spiele gezeigt. Trotzdem waren wir von Beginn an besser als Ohligs. Daher kann man mit der Leistung der Mannschaft zufrieden sein“, meinte Trainer Heino Kirchhoff. Das Pokalspiel nutzte der Coach auch, um im Hinblick auf die kommenden Spiele schon ein wenig zu experimentieren. Während Niklas Körner im rechten Rückraum mit fünf Toren auf sich aufmerksam machen konnte, agierte Andreas Nelte vor allem als Kreisläufer. „Das hat alles ganz gut funktioniert, deshalb Schwamm drüber, über die technischen Mängel“, so Kirchhoff.

Alles nach Plan

Vor allem das Auslassen einer Vielzahl an Chancen kosteten den Tabellenzweiten in der Anfangsphase nicht nur eine Menge Nerven, sondern auch die Möglichkeit, sich schon früh abzusetzen. So lag die SGL zwischenzeitlich sogar mit 7:9 zurück (14.). Doch das mulmige Gefühl, dass es gefährlich werden könnte, kam nie wirklich auf. Zu schnell kämpften sich die Gäste jeweils zurück und demonstrierten dabei, wozu sie spielerisch in der Lage sind. In der 27. Minute glich der Zehnte Ohligs mit dem 15:15 zum letzten Mal aus. Mit einem Doppelpack sicherte Nelte die 17:15-Halbzeitführung, die Langenfeld mit dem Anpfiff zur zweiten Hälfte konsequent ausbaute. Angetrieben von Kapitän Dennis Werkmeister und dem starken Bastian Plaskocinski lief ab der 40. Minute alles nach Plan und mit dem 28:21 (48.) war das Spiel im Grunde schon entschieden.

Die wichtigen Bälle

Keeper Tobias Kottwitz, der in den zweiten Halbzeit das Tor hütete, hielt die wichtigen Bälle, aus denen die Solinger noch einmal hätten Kraft schöpfen können, sodass bis zum Schluss nichts mehr anbrannte. Die SGL scheint die richtige Mischung gefunden zu haben.

SG Langenfeld: Kottwitz, Hanke, M. Weber – Majeres (2), Schulthindrik (4), Nelte (5), Justen (6), Eich (2), Werkmeister (4), Klimke, Plaskocinski (8/4), Körner (3).

(RP)