Kegeln : Die Post muss absteigen

In der Abstiegsrunde boten die Sportkeglerinnen von Postsport Langenfeld zwar eine klare Leistungssteigerung, verpassten aber den Klassenerhalt – und müssen nun tatsächlich aus der Bundesliga absteigen.

In der Abstiegsrunde boten die Sportkeglerinnen von Postsport Langenfeld zwar eine klare Leistungssteigerung, verpassten aber den Klassenerhalt — und müssen nun tatsächlich aus der Bundesliga absteigen.

Als Letzter der Normalrunde hatte die Post insgeheim gehofft, aufgrund der besonderen Regularien für die entscheidenden Spiele doch den Sprung ans rettende Ufer schaffen zu können.

Die Hoffnungen schienen sich am ersten Turniertag in Gießen zu bestätigen, denn nach über sechs Stunden reichten die 4886 Holz zum zweiten Platz. Pech: Nicht der Favorit SKC Trier-Riol belegte Rang eins — sondern Samo Remscheid, das die Post überholen wollte und musste. Remscheid fuhr jedoch vier Punkte ein und baute dadurch sein Polster auf Langenfeld sogar aus.

Deshalb brauchten die Postsport-Damen am zweiten Spieltag in eigener Halle auf jeden Fall zwei Zähler mehr als Samo, um weiter eine realistische Aussicht zum Klassenerhalt zu haben. Trier-Riol wurde diesmal seiner Favoritenrolle gerecht und Mittelhessen landete abgeschlagen auf Platz vier. Der Rest entwickelte sich zu einem Krimi, dessen Ende die Langenfelderinnen jedoch nicht glücklich machte,

Minimalchance gewahrt

Nach weiteren sechs Stunden landeten beide Mannschaften bei jeweils 4829 Holz und die Ergebnisse aus jeweils 15 Abräum-Würfen mussten zur Punkteverteilung herangezogen werden. Hier lag die Post drei Holz besser, sodass sie die drei Zähler für Platz zwei überwiesen bekam — und so die Rettungs-Minimalchance mitnehmen durfte. Der Stand nach zwei Turnieren: Trier-Riol 10 Punkte, Remscheid 9. Langenfeld 7, Mittelhessen 4.

In der dritten Runde nutzte Remscheid seinen Heimvorteil zu einem Sieg, der vier weitere Punkte und den sicheren Klassenerhalt brachte. Die Post legte sich trotzdem noch einmal mächtig ins Zeug. Ergebnis: Spielerinnen wie Heike Martini und Birgit Meyerjohann, die sonst immer im Schatten von Bettina Woltersdorf und Tanja Rittmann gestanden hatten, erzielten nun ihre besten Ergebnisse.

Dennoch bedeuteten die 5027 Holz letztlich nur Rang drei und der Abstieg war damit besiegelt. Martina Schmidt, Mitglied im Team und 2. Postsport-Vorsitzende, war natürlich enttäuscht: "Schade, schade. Wenn wir eine solche Leistung wie in der Abstiegsrunde früher hätten erbringen können, wäre der Klassenerhalt sicher möglich gewesen. Aber wir sind von Anfang an nicht zurechtgekommen, obwohl wir fleißig und gut trainiert haben."

(hki)