Reitsport: Die Pferde-Verrückten

Reitsport: Die Pferde-Verrückten

Gut Blee ist ein Familienbetrieb mit viel Leidenschaft. Nach Renate und Paul Poßberg sind Petra und Volker Höltgen seit vielen Jahren verantwortlich. Klar: Die Liebe zu Pferden teilen auch die Töchter Sarah und Hannah.

Der Hang zu Pferden und zum Reitsport liegt zweifelsfrei in den Genen, denn Petra und Volker Höltgen (beide 45) betreiben den Reiterhof Gut Blee bereits in der dritten Generation. Petra Höltgen (geborene Poßberg) verbrachte die Kindheit und Jugend auf dem Monheimer Gestüt, als ihre Eltern Renate und Paul Poßberg noch die Leitung über den Zucht- und Ausbildungsbetrieb hatten. Und die Zukunft scheint gesichert zu sein, weil die Höltgen-Töchter Sarah (19) und Hannah (17) die Liebe zu den Vierbeinern mit den Eltern und Großeltern teilen.

Ende der 20er-Jahre wurde in Monheim der Grundstein des Erfolges mit einer kleinen Kaltblutzucht gelegt. 1983 wechselte Gut Blee die Straßenseite und ist dort seit nunmehr 28 Jahren auf dem Heilerberg zu Hause. Im gleichen Jahr lernten sich die Pferdenarren Volker und Petra kennen – und nur kurze Zeit später zog es Volker vom Niederrhein nach Monheim. Nach der Hochzeit 1990 komplettierten die Töchtern Sarah und Hannah schließlich das Glück.

Blendende Ergebnisse

Mit dem Reit- und Fahrverein der Rheingemeinden Monheim (RuFV) nimmt Familie Höltgen seit Langem erfolgreich an Springturnieren teil. Allein der Blick in die jüngere Vergangenheit sagt alles. Im September belegte Volker Höltgen auf Corfilio T beim Bundeschampionat in Warendorf Platz 19 und erlangte so die Berechtigung zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft für Junge Pferde in Lanaken (Belgien). In der zweiten Qualifikation im Finale der Sechsjährigen ersprangen Höltgen und Corfilio T dann Platz zwei. Bei den Kreismeisterschaften in Ratingen-Lintorf holte der RuFV als erfolgreichster Verein 2011 in der Gesamtwertung den ersten Platz.

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Für alle Höltgens und die Großeltern gibt es keine Zweifel: "Pferde sind unsere Leidenschaft." Dafür nehmen sie die knapp bemessene Freizeit gern in Kauf. An etwa 30 Wochenenden pro Jahr ist die Familie auf nationalen und internationalen Springturnieren zu finden. Auch die Urlaubsplanung gestaltet sich bei einem derart vollen Kalender nicht immer einfach. "Zum Glück sind meine Eltern da, die sich in unserer Abwesenheit um alles kümmern", erklärt Petra Höltgen, "dank ihrer Hilfe können wir stets ein paar Tage im Jahr ausspannen."

Vater und Ausbilder

Neben der Teilnahme an Wettbewerben und der Betreuung von rund 100 Pferden betreibt Sportreiter Volker Höltgen auf Gut Blee eine Reitschule. Als Pferdewirtschaftsmeister ist er außerdem qualifiziert, Lehrlinge auf dem eigenen Hof auszubilden. Dazu zählt unter anderem Tochter Hannah, die in die Fußstapfen ihrer Eltern treten will. Damit ist das Bestehen von Gut Blee in der vierten Generation ebenfalls gesichert. Der Hang zu Pferden liegt eben in den Genen.

(nico)
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