Einwurf: Die Kette und ein junger Mann

Einwurf: Die Kette und ein junger Mann

An diesen Namen werden sich diejenigen, die den hiesigen Fußball verfolgen, noch gewöhnen müssen. Jawad Bouhraou? Es handelt sich um den 19 Jahre jungen Torhüter, der beim Fußball-Oberligisten SF Baumberg (SFB) in der Schlussphase der Partie gegen den VfR Krefeld-Fischeln zwischen die Pfosten kam, weil sein erfahrener Kollege Daniel Schwabke (28) wegen Schiedsrichter-Beleidigung die Rote Karte gesehen hatte. Damit war dann der aus der Not heraus vorgenommene Umbau der Baumberger Defensive komplett. Vor Bouhraou bildeten schließlich Max Nadidai, Sven Steinfort, Jörn Zimmermann und Wiren Bhaskar eine komplett neu zusammengestellte Viererkette. Wie das alles am kommenden Wochenende in der Partie bei der SSVg. Velbert aussieht, ist noch offen. SFB-Trainer Salah El Halimi kann jedenfalls wieder auf Patrick Jöcks zurückgreifen (Sperre abgelaufen) und er hofft, dass der angeschlagene Kosi Saka ebenfalls ins Team zurückkehrt. Übersteht Baumberg auch die Aufgabe Velbert, wäre die Mannschaft 13 Mal in Folge ungeschlagen - und der Rekord der SpVg. Schonnebeck eingestellt.

Der Oberliga-Aufsteiger FC Monheim (FCM) verfolgt beharrlich sein Ziel Klassenerhalt, für das 36 Zähler weiter eine mehr als nur brauchbare Basis sind. Nach dem 0:4 bei Ratingen 04/19 und dem 4:0 gegen TuRU Düsseldorf gab es gestern ein 2:4 beim 1. FC Bocholt, das Monheim vor allem als selbstverschuldet ansah. Trainer Dennis Ruess und sein Team wollen daraus die Lehren ziehen und sich intensiv auf die Partie gegen den VfB Hilden vorbereiten (Sonntag, 15 Uhr, Rheinstadion). Der Nachbar steht auf Rang 14 - jenem Platz, der gerade noch den Klassenerhalt bringt. Daraus folgt: Kann sich der FCM durchsetzen, rückt er wieder ein Stück näher an sein Saisonziel heran.

Ein bisschen schwierig ist das im Moment mit dem Saisonziel bei den Regionalliga-Handballern der SG Langenfeld (SGL). Nach dem Abstieg war die direkte Rückkehr in die 3. Liga ja beileibe keine Pflicht, doch das Team von Trainer Jurek Tomasik setzte sich bereits im Laufe der Hinrunde oben fest - und erzeugte damit zwangsläufig steigende Ansprüche. Die 23:35-Niederlage gegen den Vorletzten HSG Neuss/Düsseldorf II sitzt nun vermutlich tief - wie tief, dürfte die Aufgabe am kommenden Samstag (18.30 Uhr) beim TV Jahn Köln-Wahn zeigen. Vielleicht hilft bei der Frust-Bewältigung die Erinnerung ans Treffen aus der Hinrunde. Damals holte die SGL mit dem 37:24 immerhin ihren höchsten Saisonsieg. Michael Deutzmann

(RP)