Fußball : Die Frist-Verlängerung

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath setzt die Meisterschaft nun doch fort. Im Winter dürfen alle wechselwilligen Spieler gehen – mit schriftlich fixierter Freigabe. Nur Osei Opoku und Bartlomiej Pawliczek steigen direkt aus.

Der größte anzunehmende Unfall scheint abgewendet zu sein. Und der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath hat wenigstens eine Atempause, denn die Mannschaft wird auch die nächsten Aufgaben bestreiten. Am Dienstag gabs mit Trainer Ganija Pjetrovic ein ungewöhnliches Übungsprogramm, weil immer wieder Spieler die Runde für Einzelgespräche verließen. Dort ging es darum, einen Weg fürs Weitermachen zu finden und sich in den Winter zu retten.

Die klare Forderung der Mannschaft lag vorher auf dem Tisch, denn sie wollte wenigstens einen Teilbetrag der seit Anfang September nicht gezahlten Zuwendungen – oder die Zusicherung, in der Winterpause ohne Probleme den Verein wechseln zu können. "Alle Spieler haben schriftlich die Freigabe zugesichert bekommen", sagt Geschäftsführer Günter Bremer. Daneben gabs wohl wenigstens für den einen oder anderen Spieler eine kleinere Abschlagszahlung. Als Gegenleistung fürs Schriftstück mit der Freigabe mussten die Spieler gleichzeitig zusichern, anschließend keine Forderung mehr gegenüber dem Verein zu erheben.

Was wirklich Sache ist

"Die Gespräche waren im Großen und Ganzen in Ordnung", findet Kapitän Matthias Castens, "der Verein hat uns gesagt, was Sache ist und welche Möglichkeiten er hat." Danach ist sicher, dass die vor der Saison ausgehandelten Bedingungen höchstens eine Utopie sind. Wer zu derart reduzierten Bedingungen bleibt, werden erst die kommenden Wochen zeigen. Gesichert ist nach dem Stand der Dinge allerdings, dass die Richrather die letzten vier Partien im Jahr 2009 absolvieren werden. Also gehts am Sonntag (14.30 Uhr) mit der Partie beim TuS Bösinghoven weiter.

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Zwei Einschränkungen

"Wir spielen", bestätigt Castens. Allerdings gelten hier doch zwei personelle Einschränkungen. Stürmer Osei Opoku und Bartlomiej Pawliczek lehnten den Kompromiss-Vorschlag kategorisch ab. Auf Hakan Simsek, der zunächst ebenfalls direkt aufhören wollte, baut Pjetrovic dagegen ebenso wie auf den Rest seines Teams, das am vergangenen Wochenende mit dem 1:1 gegen den VfB Hilden ein sehr beachtliches Ergebnis hinlegte.

(RP)