Volleyball: Die fehlenden Puzzle-Teile

Volleyball : Die fehlenden Puzzle-Teile

Die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld gehen auf Platz zwei in die Winterpause, womit zu Beginnder Saison niemand gerechnet hätte. Der Grundstein für den neuen Erfolg wurde schon in der Oberliga gelegt.

Es ist gerade einmal zwei Jahre her, dass die Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) mit null Punkten das Schlusslicht der Regionalliga-West bildeten. Diese Zeiten sind mittlerweile fast vergessen. Fest verbunden ist die aktuelle Erfolgsgeschichte mit Trainer Michael Wernitz, dessen Mannschaft nach dem direkten Wiederaufstieg aus der Oberliga ohne Niederlage mit 14:4 Zählern auf dem zweiten Rang liegt. Damit sind die Langenfelderinnen erster Verfolger von Tabellenführer TV Gladbeck (16:2).

„Ich bin restlos begeistert von den Damen. Dass die nach dem Abstieg zusammengeblieben sind und den Aufstieg unbedingt packen wollten, ist schon toll“, freut sich Wernitz. Die ersten Zeilen wurden dabei anscheinend schon in der Abstiegssaison 2006/2007 geschrieben. „Mein Vorgänger Matthias Biesiada hatte bei den Damen schon einen guten Geist hinterlegt. Er hat ihnen eine gehörige Portion Selbstbewusstsein gegeben“, erklärt Wernitz, der unter Biesiada Co-Trainer beim Zweitligisten CarGo! Bottrop war. Zu den psychologischen Veränderungen gesellten sich vor allem noch physische Verstärkungen.

Favoritenschreck

Wichtigste Neuerung war dabei sicherlich die Verpflichtung von Zuspielerin Meike Schürholz, die mit Bayer Leverkusen II schon einmal die Regionalliga-Meisterschaft feiern konnte und wesentlichen Anteil an der Rückkehr in die Regionalliga hatte. Auch die weiteren Zugänge wie Diana Kiss in der Mitte, Viktoria Drechsel auf der Außen- und Annahmeposition oder Tonja Heidrich-Berg haben sich gut in das Team eingefügt. „Das waren die fehlenden Puzzle-Teilchen, die dazu beigetragen haben, dass das so eine gute Mannschaft geworden ist“, meint Wernitz. Nach der 2:3-Niederlage am ersten Spieltag beim TuB Bocholt ließ die SGL eine Siegesserie von sieben Spielen folgen. Da der Aufsteiger dabei unter anderem den beiden noch ungeschlagenen Teams TV Gladbeck (3:0) und Warendorfer SU (3:1) die jeweils erste Saison-Niederlage beifügte, folgte sogar der große Sprung auf Platz eins.

„Das ist einfach nur klasse“

Die Freude über den Platz an der Sonne währte jedoch nicht lange, denn nur einen Spieltag später mussten die Langenfelderinnen die Tabellenspitze nach dem 1:3 gegen Kellerkind RC Sorpesee wieder räumen. Dies ändert jedoch nichts daran, dass das Jahr 2008 mit einem deutlich positiven Fazit beendet werden kann. „Das ist im Moment einfach nur klasse“, freut sich der Trainer, „alles andere lassen wir jetzt einfach auf uns zukommen.“ Das Ende der Erfolgsgeschichte wartet aber erst noch auf seine Autoren.

(RP)