Fußball : Die eiskalte Strafe

Der Auftritt beim Wuppertaler SV/Borussia II brachte dem Aufsteiger SF Baumberg in der Fußball-Niederrheinliga mit dem 0:1 eine Enttäuschung. Die gleichwertige Elf um Trainer Jörg Vollack leistete sich nur einen bitteren Fehler.

Die Hoffungen gingen daneben und Aufsteiger SF Baumberg (SFB) in der Partie der Fußball-Niederrheinliga beim Wuppertaler SV/Borussia II (WSV) leer aus. Das Team um Trainer Jörg Vollack spielte über eine Halbzeit lang in einfacher Überzahl und hatte in der Schlussphase sogar zwei Mann mehr auf dem Platz, sodass die 0:1 (0:1)-Niederlage völlig unnötig war. "Wir machen im gesamten Spiel einen Fehler und werden dafür sofort bestraft. Das ist unser größtes Manko und einen Leistungsunterschied zwischen den Teams gab es nicht. Außerdem nutzen wir unsere klaren Chancen nicht, obwohl die Einstellung stimmt", fand Vollack.

Wuppertals Trainer Zlatko Mustedanagic hatte gleich sieben Akteure aus dem Regionalliga-Aufgebot an Bord. Trotzdem schien die Rechnung der Hausherren zunächst nicht aufzugehen. Gleich in der ersten gefährlichen Situation bediente SFB-Spielmacher Fabian Nowak seinen Stürmer Nick Rohrbeck mustergültig (7.), doch der junge Angreifer vergab die großartige Einschussmöglichkeit. Wenig später verpasste Rohrbeck erneut (10.) und eine Flanke von Salah El Halimi war eine einfache Beute für Kevin Rauhut, den guten Torwart der Gastgeber (13.). Vollack: "Den Ersten muss Nick machen — und wir gehen klar in Führung. Dann hat das Spiel eine andere Richtung. Da hätten wir unsere schnellen Leute über außen einsetzen können."

Ganz langsam auf Touren

Aber es kam alles anders. Nach einer Flanke von Adem Cabik stand WSV-Mittelfeldspieler Murat Gümüstas goldrichtig — 1:0 (25./Kopfball). Baumbergs Verteidiger Richard Ehrhardt sah hier nicht gerade gut aus. Kurz vor der Pause sah Waldemar Schattner die Gelb-Rote Karte (43./wiederholtes Foul) und die Sportfreunde schienen plötzlich in die Partie zurückzukommen. Die Überzahl brachte jedoch zunächst keine Veränderung, ehe die Baumberger nach etwa einer Stunde langsam besser in Fahrt kamen.

"Sensationelle Paraden"

Schlussmann Rauhut parierte den 14-Meter-Schuss von Marcel Löber (60.) und Tose Cuskarevski hatte ebenfalls den Ausgleich auf dem Fuß (65.). Personelle Wechsel brachten noch mehr Bewegung — doch keine große Gefahr, denn die Chancen gegen Ende überstanden die Hausherren fast mühelos. Dass Wuppertals Bartosz Siedlarski in der Schlussphase die Rote Karte sah, konnte Vollacks Team ebenfalls nicht mehr retten. "In der zweiten Halbzeit hat Kevin Rauhut mit zwei sensationellen Paraden sein Team im Spiel gehalten", sagte der SFB-Coach, von dessen Hoffnungen nur wenig übrig war.

(RP)