Fußball : Die eigene Nase

Aufsteiger HSV Langenfeld scheiterte in der Fußball-Landesliga vor allem an hausgemachten Problemen. In den noch verbleibenden 13 Spielen möchte Trainer Guido Röhrig 21 Punkte sammeln, um den Klassenerhalt zu erreichen.

Der Landesliga-Aufsteiger HSV Langenfeld ist nach mehr als der Hälfte der Saison auf dem besten Wege wieder den Gang in die Bezirksliga anzutreten. Das Team um Trainer Guido Röhrig liegt mit 14 Punkten nur auf dem vorletzten Platz, der den sofortigen Abstieg bedeuten würde. „Für uns hat die Landesliga erst nach dem siebten Spiel angefangen. Die Mannschaft war komplett und wir konnten endlich so auftreten, wie ich es mir vorgestellt habe. Leider ist unser größtes Manko unsere unterirdische Chancen-Verwertung. Wenn wir besser treffen würden, hätten wir schon mehr Punkte auf dem Konto“, resümiert Röhrig.

Beim Rückblick gehen der HSV und sein Übungsleiter sehr selbstkritisch mit sich um. Denn der vorletzte Platz in der Tabelle entspricht nicht den Zielen, die zu Saisonbeginn ausgegeben wurden. Dabei räumt der HSV-Coach auch Fehler in der Vorbereitung ein, wo diefalschen Gegner ausgesucht worden seien. Auch das Trainingspensum und andere Umstände wie die Integration der Neuzugänge oder die Urlaubsplanung waren hausgemachte Probleme, meint Röhrig.

Eine Menge Pech

„Ich dachte, wir würden in der Saison mit nur zwei Einheiten auskommen. Das war falsch und wird geändert, da wir etwas bewegen wollen. Jetzt kann keiner mehr als Ausrede anbringen, er müsse Weihnachtsgeschenke besorgen. Im Umfeld von Team, Trainern und Vorstand müssen sich alle an die eigene Nase fassen und alles dafür tun, dass wir die Liga halten“, fordert Röhrig. Seine Mannschaft hatte in den Partien von Spieltag acht bis 13 eine Menge Pech. So ließen gute Angreifer wie Tobias Kirchhoff oder Stefan Laschewski selbst die besten Einschuss-Möglichkeiten ungenutzt. Wenn die Abwehr nur einmal patzte, wussten die Gegner ihre Chance gleich zu nutzen. Aber auch Spieler aus dem Mittelfeld und der Abwehr vergaben unnötig Möglichkeiten.

Mit Vollgas zum Klassenerhalt

In den Spielen gegen den VfL Giesenkirchen (0:1), den SV Wersten 04 (0:1) oder den Lokalrivalen TuSpo Richrath (1:1), wo es immerhin zu einem Punkt reichte, war Langenfeld über weite Strecken die spielbestimmende Mannschaft. „Da waren neun Punkte für uns drin“, glaubt der Trainer, „wir haben wirklich gute Stürmer. Aber die Chancenverwertung war katastrophal und 16 Tore sind einfach viel zu wenig.“ In den verbleibenden 13 Spielen möchte der HSV noch 21 Zähler holen, um den Klassenerhalt doch noch zu erreichen. „Mit Vollgas und einer kleinen Serie gleich zu Beginn gegen den SV Uedesheim ist das mehr als möglich“, meint Röhrig.

(RP)