Skaterhockey: Devils rollen Richtung Zweite Liga

Skaterhockey : Devils rollen Richtung Zweite Liga

Mit einer fast makellosen Bilanz gehen die SG Langenfeld Devils in die Sommerpause. Die Mannschaft von Thorsten Schütt kann im September den geplanten direkten Wiederaufstieg perfekt machen.

Vor der Saison gab es noch einige Unwägbarkeiten bei den SG Langenfeld Devils (SGL). Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga im Skaterhockey musste sich die Mannschaft mit verändertem Kader neu erfinden. Auf der Trainerbank gab es ebenfalls einen Wechsel – auch wenn mit Thorsten Schütt ein "alter Bekannter" das Team übernahm. Seitdem allerdings feiern die "Teufel" einen Sieg nach dem anderen. Im Grunde können sie sich auf dem Weg in die zweithöchste Spielklasse nur noch selbst ein Bein stellen. Ärgster Konkurrent ist und bleibt der HC Köln-West Rheinos.

Der Klub aus der Domstadt steht aufgrund des besseren Torverhältnisses mit den punktgleichen Langenfeldern an der Tabellenspitze (35 Punkte). Im direkten Vergleich haben allerdings die Devils die Nase vorn – und das könnte am Ende den Ausschlag Richtung Aufstieg geben. Im Hinspiel unterlag die SGL zwar 5:7 (0:2, 1:3, 4:2), aber im Rückspiel gelang dem Absteiger ein 4:0-Erfolg (1:0, 2:0, 1:0). Für den direkten Wiederaufstieg müsste die Mannschaft um Team-Kapitän Tommi Melkko die noch ausstehenden drei Partien im September gewinnen, die allesamt lösbare Aufgaben darstellen.

"Ich will definitiv aufsteigen", betont Melkko, "aber ich bin mir nicht sicher, ob das nicht ein bisschen zu früh für uns wäre." Damit meint der 35-Jährige vor allem die Tatsache, dass die Zeit in der Regionalliga eigentlich für den Neuaufbau der Mannschaft genutzt werden sollte. Junge Talente langsam an das Niveau des Teams heranzuführen, war das zentrale Ziel nach dem Umbruch durch den Abstieg. Das ist offenbar bereits gelungen. Lars Grabisch, Viktor Uhl, Tim Wilmshöfer oder Lennart Eich rutschten aus dem eigenen Nachwuchs in das Regionalligateam – mit Erfolg. Gegen den Crefelder SC III feierten die Devils gar einen 14:2-Kantersieg (3:1, 5:1, 6:1), legten einen 8:4Erfolg (3:0, 3:3, 1:2) gegen die Kerpen Barracudas sowie ein überraschend holpriges 8:4 (1:2, 2:2, 5:0) gegen den Tabellenletzten RSC Aachen nach.

"Wir haben es nach wie vor selbst in der Hand", meint Melkko. "Trotzdem müssen wir weiterhin von Spiel zu Spiel denken und uns auf den jeweiligen Gegner konzentrieren. Köln liegt in Lauerstellung und wartet auf einen Patzer von uns." Diesen Wunsch wolle man der Konkurrenz freilich nicht erfüllen. Erst wenn die Verhältnisse aus rechnerischer Sicht geklärt sind, wird mannschaftsintern über den Aufstieg diskutiert, wie der Team-Kapitän unterstreicht. "In der Zweiten Liga erhöht sich der Takt noch einmal deutlich und es stehen lange Auswärtsreisen an", weiß der Routinier. "Die Frage ist, ob sich die Mannschaft diese Belastung zutraut – oder ob wir lieber noch eine Saison in der Regionalliga spielen sollten, um den Neuaufbau weiter voranzutreiben."

Im Viertelfinale des Pokalwettbewerbs mussten die Devils allerdings eine deutliche Niederlage einstecken. Gegen den Erstligisten Uedesheim Chiefs unterlag das Team von Thomas Schütt klar mit 2:14 (0:3, 1:7, 1:4). "Da wurden der Klassenunterschied und vielleicht auch die fehlende Erfahrung ziemlich deutlich sichtbar", sagt Melkko. "Leider haben uns für die Partie fünf Stammspieler gefehlt. Ansonsten wäre es sicher etwas knapper geworden." Für die noch ausstehenden Partien im September fordert der Kapitän noch einmal vollen Einsatz: "Alles andere als drei Siege wären enttäuschend. Wir werden rechtzeitig wieder ins Training einsteigen, um nicht den Rhythmus zu verlieren." Es scheint, als hätten sich die Devils längst neu erfunden.

(dora)
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