Devils müssen doch noch nach unten blicken

Skaterhockey : Devils müssen doch noch nach unten blicken

Der Zweitligist überstand die Junihitze mit einer gemischten Bilanz. Auf zwei Siege folgten zwei Niederlagen.

Wer trotz hochsommerlicher Temperaturen unter freiem Himmel Sport treibt, muss auf die Zähne beißen. Wer aber in gepolsterter Uniform etwa Skaterhockey in aufgeheizten Hallen spielt, dem scheint die Leidenschaft mitunter zur reinen Qual zu werden. In der 2. Bundesliga Süd mussten die SG Langenfeld Devils jetzt vier Spiele hintereinander unter besonders schwierigen Bedingungen bestreiten – und sie erreichten eine ausgeglichene Bilanz mit jeweils zwei Erfolgen sowie zwei Niederlagen.

Nach Siegen über die Freiburg Beasts (6:5) und Deggendorf Pflanz (13:3) ging den Devils zuletzt am Doppelspieltag etwas die Luft aus. So unterlag die Mannschaft von Trainer Thomas Schütt bei den Badgers Spaichingen mit 3:16 (1:6, 0:8, 2:2) und bei den Rhein Main Patriots mit 10:13 (4:5, 3:2, 3:6).

In der Spaichinger Halle zeigte das Thermometer stramme 41 Grad an. „Es war eine Hitzeschlacht, die wir mit einem geschrumpften Kader angehen mussten. Durch Abibälle, Bereitschaftsdienste und Verletzungen fehlten viele Leute“, erläuterte Schütt. Der Ausfall von Maritz Barion (Schlüsselbeinbruch) bis August trifft die Devils besonders bitter. Aufgrund der Personalnot half sogar Torwart Cedric Knez als Feldspieler aus.

Die Gastgeber traten von Anfang an sehr entschlossen auf und waren für die Devils in der Offensive nicht zu kontrollieren. Das Brüder-Paar aus Vincent und Raphael Schlenker harmonierte mit drei Toren und vier Vorlagen prächtig. Außerdem ragte Thomas Supis mit vier Treffern und zwei Assists heraus. „Spaichingen ist fast komplett angetreten und wir hatten keine Chance“, gab Schütt zu.

Im folgenden Spiel bei den Rhein Main Patriots verstärkten immerhin Tim Wilmshöfer, Lars Bröhl und Tim Schmitz die Langenfelder, während Fabian Müller passen musste (Erkältung). Der Devils-Coach äußerte sich aus einem anderen Grund kritisch: „Die Temperaturen von 43 Grad waren wieder der Hammer und eigentlich hätte man nicht spielen sollen. Zwar gab es alle zehn Minuten eine Trinkpause, aber sie waren nur 30 Sekunden kurz.“

Die Partiots hatten Unterstützung durch zahlreiche Eishockeyspieler – die zwar sonst ebenfalls an kühlere Luft gewöhnt sind, aber gute Leistungen abriefen. Obwohl die Hausherren schnell mit 4:0 führten, gaben die Devils nicht auf. Schütt: „Wir haben mit Herz und Leidenschaft gespielt. Unser Team hat zusammengehalten.“ Im ersten Abschnitt glichen die Devils zum 4:4 aus, ehe die Patriots das 5:4 erzielten. Anschließend musste sich Langenfeld geschlagen geben, weil die Kräfte immer mehr nachließen.

Nach den ärgerlichen Heim-Niederlagen gegen den HC Merdingen, Spaichingen und die Patriots stehen die Devils in der Tabelle zurzeit nur auf dem fünften Platz (13 Zähler). Schütt, ein sehr erfahrener Trainer, warnt eindringlich: „Die Jungs haben Spaß und das Beste aus der Situation gemacht. Es wäre jedoch fatal, wenn wir auch die letzten Saisonspiele verlieren und dadurch der Klassenerhalt in Gefahr geraten würde.“ Einfacher wird es kurzfristig allerdings nicht, denn nach einer Pause wartet auf Langenfeld am 27. Juli (18 Uhr) die Aufgabe beim Spitzenreiter TGW Kassel Wizards.

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