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Badminton: Deutschlandreise: FCL mit Licht und Schatten unterwegs

Badminton : Deutschlandreise: FCL mit Licht und Schatten unterwegs

Badminton-Zweitligist Langenfeld bügelte die 3:5-Niederlage in Berlin durch den beachtlichen 5:3-Erfolg beim BV Gifhorn wieder aus.

Der FC Langenfeld (FCL) kann sich nach drei Spieltagen in der 2. Badminton-Bundesliga Nord über einen gelungenen Start in die Saison freuen. Der ehemalige Deutsche Mannschafts-Meister verlor zwar bei Eintracht Südring Berlin unnötig mit 3:5, setzte aber in der zweiten Partie des Doppel-Spieltages ein ganz wichtiges Signal. Der Aufsteiger gewann beim Erstliga-Absteiger BV Gifhorn mit 5:3 und zeigte hier, dass er in der ausgeglichenen Liga grundsätzlich gegen jede Mannschaft gewinnen kann. Die Niedersachsen gelten immerhin als Favorit für den Aufstieg.

"Am Samstag war deutlich spürbar, dass uns noch die Anreise in den Knochen steckte", meinte FCL-Routinier Mike Joppien mit Blick auf die mehr als 500 Kilometer lange Fahrt in die Hauptstadt, "dann noch eine Topleistung zu bringen, ist natürlich schwierig. Leider haben wir uns unter Wert verkauft und waren im Endeffekt nicht frisch genug." Sichtbar wurde das unter anderem im ersten Herrren-Doppel. Sven-Eric Kastens/Philipp Wachenfeld, zuletzt in starker Form, unterlagen 15:21 und 18:21 gegen Jens Ehlert/Björn Siegemund. Im zweiten Doppel war es wesentlich knapper, doch auch Joppien und Ryan McCarthy mussten sich geschlagen geben (14:21, 21:16, 15:21 Andreas Kämmer/Marcel Stechert).

Die Langenfelder Damen blieben ebenfalls unter ihren Möglichkeiten. Jeanine Cicognini verlor ihr Einzel nach einem starken ersten Satz gegen Aleksandra Walaszek (21:17, 19:21, 10:21) und später das Doppel an der Seite von Fabienne Köhler gegen Walaszek/Jessica Fletcher (21:15, 21:23, 16:21). Maxime Moreels, Philipp Wachenfeld und Sven-Eric Kastens konnten die drei Herren-Einzel vergleichsweise souverän gewinnen, dadurch allerdings den Fehlstart nicht verhindern. "Das war eine verdiente Niederlage", fand Mike Joppien, "wir hatten uns für dieses Spiel deutlich mehr ausgerechnet, aber am Ende haben ein paar Prozent gefehlt. In einer so ausgeglichenen Liga ist das entscheidend. Wir müssen aus dieser Erfahrung lernen." Eine Lösung ist, nach Möglichkeit bereits am Tag vor der Partie anzureisen.

Den Frust steckten die Langenfelder immerhin über Nacht weg, denn in Gifhorn wirkte das Team wie ausgewechselt. Wachenfeld/Kastens gewannen das erste Herren-Doppel nach einem holprigen Start, Joppien/McCarthy legten nach. Dass Kastens, Wachenfeld und Cicognini ihre Einzel durchbrachten, machte den Erfolg dann klar. Bemerkenswert war hier die Leistung der Schweizerin Cigognini, die im Einzel überraschend deutlich die deutsche Rekordnationalspielerin Nicole Grether bezwang (21:16, 21:9).

Nach dem versöhnlichen Abschluss des Doppelspieltages hofft Mike Joppien auf Rückenwind. "Wir haben gesehen, zu welcher Leistung wir in der Lage sind, wenn alle hellwach sind und hundert Prozent geben können", findet der 35-Jährige, "trotzdem ist die Liga schwierig einzuschätzen. Ich denke, dass die Teams auf einem sehr ähnlichen Niveau spielen. Aber wir haben immer die Möglichkeit, zu gewinnen."

(dora)