Handball : Der Vorwärtsgang

Handball-Verbandsligist SG Langenfeld schloss das Jahr 2008/2009 als Aufsteiger auf Platz drei ab. Zwei Serienvon neun Siegen in Folge waren die Höhepunkte einer Saison, die Trainer Heino Kirchhoff für "voll in Ordnung" hält.

Sicher. Hinterher war auch der Handball-Verbandsligist SG Langenfeld (SGL) schlauer – und wusste genau, wo er unnötig den einen oder anderen Punkt gelassen hat. Unter dem Strich findet aber selbst Chefkritiker Heino Kirchhoff, der als Trainer hohe Ansprüche zu stellen pflegt, wenig an der Saison 2008/2009 auszusetzen. "Der dritte Platz, den wir verdient haben, ist voll in Ordnung", betont der Trainer. Nur der Meister TuSEM Essen II und der Zweite Neusser HV waren besser als Aufsteiger Langenfeld, der besonders durch zwei Serien auf sich aufmerksam machte.

Auf 2:4 Punkte vom Saisonstart folgten neun Spiele hintereinander ohne Niederlage, sodass die SGL vorübergehend ein echter Titelkandidat zu sein schien. Das 29:33 bei Unitas Haan zum Abschluss der Hinrunde war allerdings der Anfang vom Ende aller Träume. In den nächsten vier Spielen folgten drei weitere Niederlagen und eine echte Krise drohte. Doch die Mannschaft fand den Weg aus der Talsohle und setzte zu einer zweite Serie an. Erneut sprangen neun Siege hintereinander heraus, die in der Addition den dritten Rang bedeuteten.

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Normale Schwankungen

"Wir hatten keinen richtigen Ausrutscher", sagt Kirchhoff. In Neuss passierte allerdings die einzige Pleite, bei der Langenfeld null Chance besaß – 26:37. In Essen (25:26) hätte die SGL gewinnen können, während das 21:22 gegen die TG Cronenberg erneut eine bittere Pille war. "Schwankungen sind normal", betont Kirchhoff, "wir haben uns deutlich weiterentwickelt und die Neuen haben uns alle weitergebracht." Neben Keeper Tobias Hanke, Bastian Plaskocinski und Vinzenz Preissegger erkämpfte sich der aus der eigenen A-Jugend hochgerückte Niklas Körner ebenfalls einen festen Platz im Aufgebot.

Natürlich gabs auch ein paar Kritikpunkte – wie die bisweilen aus verschiedenen Gründen unbefriedigende Trainingsbeteiligung. "Ich kann keinem einen Vorwurf machen", meint Kirchhoff, "und ich kann viele Dinge nachvollziehen. Aber es waren viele Dinge, die den Rhythmus gestört haben. Das hat nicht immer zu unseren Zielen gepasst. Wenn das in jeder Saison so ist, dann ist es störend."

Mehr Konkurrenz

Mit dem Beginn der Vorbereitung (25.Mai) auf die kommende Serie werden ohnehin viele Karten neu gemischt. Die beiden Zugänge Andreas Heimann (Burscheider TG) und Dawid Rosiak (TV Witzhelden) sowie Rückkehrer Matthias Herff (TSV Bayer Dormagen) dürften zudem für weitere Konkurrenz sorgen. In diesem Punkt sind die Langenfelder sogar vorher schlauer.

(RP)