American Football: Der Traum der Longhorns ist geplatzt

American Football : Der Traum der Longhorns ist geplatzt

Football-Regionalligist verlor das Gipfeltreffen gegen den ungeschlagenen Tabellenführer Paderborn Dolphins mit 19:20. Die Mannschaft um Headcoach Michael Hap hat jetzt keine Chance mehr zum Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Irgendwie passte es ins Bild, dass kurz danach der Regen kam. Zuvor hatten die rund 700 Zuschauer im Stadion an der Jahnstraße im Trockenen über drei Stunden ein spannendes Match zweier ebenbürtiger Teams gesehen. Doch die Langenfeld Longhorns gingen gegen die Paderborn Dolphins leer aus. Das Team von Headcoach Michael Hap unterlag in der Football-Regionalliga gegen den ärgsten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg zur 2. Bundesliga hauchdünn mit 19:20 (0:0, 13:0, 0:14, 6:6). Nach dem 24:30 aus der Hinrunde war das die zweite Niederlage - und der Traum der Longhorns vom Durchmarsch in die zweithöchste Spielklasse ist damit vorbei.

Entsprechend geknickt wirkte die Stimmung. "Es war ein absolutes Spiel auf Augenhöhe, in der Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben haben", meinte Hap, "leider haben wir uns durch viele unnötige Strafen immer wieder selbst geschadet." Den Schiedsrichtern wollte er da keinen Vorwurf machen: "Die Entscheidungen waren größtenteils korrekt, aber für uns kamen sie immer irgendwie genau zur falschen Zeit." Für seine Mannschaft fand er trotzdem lobende Worte. "Das Team hat die taktischen Vorgaben gut umgesetzt, hart gekämpft und alles gegeben", sagte Hap.

Das erste Viertel war auf beiden Seiten geprägt von starken Leistungen in der Defensive. Die Longhorns ließen ebenfalls kaum Raumgewinne zu und fanden durch clevere Laufwege sowie eine konsequente Deckung ein gutes Mittel gegen Dolphins-Quarterback Ethan Haller, den Schlüsselspieler der Gäste. Die präzisen Pässe des US-Amerikaners sorgten zwar stets für Gefahr, aber den Gastgebern gelang es oft, die Passempfänger zu blocken - oder sogar gleich die Ball-Annahme zu verhindern. Auf der anderen Seite bissen sich auch die Langenfelder lange Zeit die Zähne an der gegnerischen Verteidigungslinie aus.

Ein Fieldgoal von Bernd Joch brachte schließlich das 3:0 für Langenfeld, ehe Florian Zuber (Touchdown) und erneut Joch (Zusatzpunkt) auf 10:0 erhöhten. Kurz vor der Halbzeit erzielte wiederum Joch per Fieldgoal die 13:0-Führung für die Hausherren - in der stärksten Phase der Longhorns, die von ihren lautstarken Fans und Cheerladern pausenlos angefeuert wurden.

Der Beistand von außen half allerdings nur bedingt, denn im dritten Durchgang zeigten die Paderborner, warum sie ungeschlagen an der Tabellenspitze stehen. Einen Pass von Ethan Haller über 31 Yards nutzte sein Landsmann Anthony Gambiona zum Touchdown und der Zusatzpunkt kam hinzu - 13:7. Plötzlich löste sich sogar der Knoten bei den Dolphins. Haller und Gambiona besorgten kurz vor Ende des Viertels das 14:13 und die Wolken über dem Stadion an der Jahnstraße wurden immer dunkler.

Dennis Möller erreichte im letzten Abschnitt noch einmal die Endzone der Gäste - 19:14. Hier kam neue Hoffnung bei den Longhorns auf, doch eine weitere Kooperation von Haller und Gambiona setzte kurz vor dem Ende den Schlusspunkt unter die Langenfelder Hoffnungen - 19:20. "Die importierten Spieler haben heute ganz klar den Ausschlag gegeben", meinte Hap, "wir verfolgen seit Jahren eine andere Philosophie und der bleiben wir treu. Jetzt wollen wir die Saison vernünftig beenden und im nächsten Jahr greifen wir wieder voll an."

(dora)
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