Badminton: Der Meister sucht eine richtige Nummer eins

Badminton : Der Meister sucht eine richtige Nummer eins

Badminton-Regionalligist FC Langenfeld plant nach dem Aufstieg für die 2. Bundesliga. Jeanine Cicognini steht als erster Zugang fest.

Der Badminton-Regionalligist FC Langenfeld (FCL) war in Feierlaune. Ein Buffet und Getränke konnte Langenfeld schließlich auch aufbauen, bevor das letzte Saisonspiel gegen den Zweiten 1. BV Mülheim II vorbei war — weil die Mannschaft um Trainer Andreas Wölk bereits als Meister und Aufsteiger zur 2. Bundesliga feststand.

Auf dem Feld demonstrierte der FCL dann erneut die Kräfteverhältnisse. Am Ende sprang (wie in der Hinrunde) ein 7:1 heraus, sodass die Gastgeber (22:2 Punkte) letztlich mit vier Zähler Vorsprung auf Mülheim (18:6) über die Ziellinie spurteten.

Der FCL ging entspannt in die Partie und allein das Damen-Doppel musste eine Niederlage hinnehmen. Fabienne Köhler/Claudine Barnig verloren hier gegen Petra Reichel/Michaela Pfeiffer in zwei Sätzen (16:21, 15:21), doch ansonsten hatte Langenfeld viel im Griff. Knapp wurde es noch im Damen-Einzel (Barnig) und im Mixed (Sebastian Stenzel/Fabienne Deprez), die jeweils drei Sätze benötigten.

Teammanager Günther Joppien ist glücklich, am Ziel der sportlichen Wünsche zu sein: "Seit drei Jahren streben wir den Aufstieg an und letztes Jahr waren wir so dicht dran." Die aktuelle Serie absolvierte Langenfeld fast wie auf Schienen, denn es passierte ein einziger Ausrutscher — mit dem 3:5 am 20. Oktober 2012 beim TV Emsdetten. "Das hat die Sache noch mal spannend gemacht", sagt Joppien.

Um die personellen Voraussetzungen für ein Bestehen in der höheren Klasse zu schaffen, laufen intensive Verhandlungen. Ein Neuzugang ist dabei schon unter Dach und Fach: Die Schweizerin Jeanine Cicognini (26) wird in Mülheim eine Ausbildung zur Physiotherapeutin antreten und beim FC Langenfeld den Platz von Claudine Barnig einnehmen. Die Luxemburgerin zieht es zurück in ihre Heimat.

"Mit Fabienne Deprez kann Cicognini auf jeden Fall mithalten", verspricht Joppien — und das drückt einiges aus, weil Fabienne Deprez Nationalspielerin und amtierende Deutsche Meisterin im Damen-Einzel ist. Günther Joppien sieht die Schweizerin als vielseitig einsetzbar und Langenfeld damit im Damen-Bereich gut aufgestellt. Bei den Herren liegen die Dinge etwas anders. Der Belgier Maxime Moreels und der Engländer Ryan McCarthy sollen bleiben, aber eine schlagkräftige Nummer eins fehlt nach Joppiens Ansicht. Eine Entscheidung will er möglichst schnell herbeiführen.

Die am Aufstieg beteiligten Spieler hatten vor der Pause ohnehin ganz andere Sorgen, ehe die Feier wie geplant starten konnte. In der Halle am Konrad-Adenauer-Gymnasium war der Zapfhahn für das Bierfass irgendwie verschwunden. Ganz klar: Der Meister ließ sich dadurch nicht besonders lange von einem würdigen Ausstand abhalten.

(esc)