Volleyball : Der krasse Unterschied

Für die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld ist die Welt nach dem 3:1 gegen Aachen mit Platz dreiin Ordnung. Für die Verbandsliga-Herren war das 2:3 gegen Duisburg ein weiterer Rückschlag im Abstiegskampf.

Kompletter könnten die Gegensätze am Ende eines Spieltags kaum sein. Während die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) durch ihr 3:1 gegen Alemannia Aachen II auf den dritten Tabellenplatz kletterten, sieht es unten für die Verbandsliga-Herren immer düsterer aus. Das 2:3 gegen die FS Duisburg wirft die Langenfelder im Kampf um den Klassenerhalt noch weiter zurück.

Damen-Regionalliga: SG Langenfeld – Alemannia Aachen II 3:1 (25:19, 25:16, 18:25, 25:18). Wie es aussieht, wenn alle Räder perfekt greifen, demonstrierte das Team von Trainer Michael Wernitz in den ersten beiden Sätzen. "Das war wirklich perfekt und da bin ich stolz auf die Truppe. Sie hat sehr gut umgesetzt, was sie umsetzen sollte", fand der Coach. Durch gute Aufschläge ließ die SGL ihre Gäste nicht richtig ins Spiel kommen. Außerdem arbeitete der Block glänzend, sodass Langenfeld schnell die 1:0-Führung schaffte (25:19). Im zweiten Satz holte Aachen zum 14:14 auf, kam jedoch nach dem 15:18 nur zu einem weiteren Zähler (25:16).

Ganz viel Druck

Nach dem Durchhänger im dritten Abschnitt konzentrierte sich die SGL auf den vierten Satz. Der Druck, den etwa Sarah Roth und Meike Schürholz ausübten, wurde immer stärker. Bis zum 8:8 hielt die Alemannia mit, ehe Langenfeld den Sack zumachte.

SG Langenfeld: Buller, Dittmann, Drechsel, Femerling, Keil, Kiss, Lohkamp, Roth, Schoel, Schürholz.

Herren-Verbandsliga: SG Langenfeld – FS Duisburg 2:3 (13:25, 25:23, 26:24, 19:25, 15:17). Am Ende gingen die Gastgeber leer aus – wie in den vergangenen fünf Treffen mit Duisburg. Nach dem 5:1 sorgten Fehler in der Ball-Annahme für eine Wende (13:25), bevor mahnende Worte von Trainer Heinz Schafföner das Team aufgerüttelt zu haben schienen. Die Annahme wurde konstanter und der Angriff entwickelte mehr Durchschlagskraft. Die SGL erkämpfte sich deshalb mit dem 25:23 und 26:24 die 2:1-Satzführung. Dann musste nach dem vierten Satz (19:25) der Tie-Break entscheiden. Beim 14:13 und 15:14 gabs sogar zwei Matchbälle.

Kein Landesliga-Niveau

Weil die Langenfelder beide Szenen nicht zu verwerten wussten, gabs im dramatischen Finale trotz der Steigerung im Verlauf der Partie eine unglückliche Niederlage. "Alles, was wir uns vorgenommen haben, ist wohl in der Umkleide geblieben. Das war bei einigen nicht mal Landesliga-Niveau und darüber haben wir zu sprechen", sagte Schafföner, der den ersten Satz gar nicht verstehen konnte.

SG Langenfeld: Markus Schafföner, Nahrstedt, Wiese, Klaudt, Pejcinovic, Zarek, Schumacher, Steinacker, Ruppert.

(RP)
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