Fußball: Der Befreiungsschlag

Fußball: Der Befreiungsschlag

Fußball-Niederrheinligist SF Baumberg ist am Ziel seiner Träume. Das 3:2 bei RW Oberhausen II brachte eine Runde vor dem Saisonende die sichere Qualifikation zur neuen Oberliga. Trainer Jörg Vollack: "Das ist fantastisch."

Es ist vollbracht. Durch einen 3:2 (2:2)-Sieg beim bisherigen Tabellendritten RW Oberhausen II kletterte der Fußball-Niederrheinligist SF Baumberg (SFB) auf den elften Tabellenplatz — und die Mannschaft um Trainer Jörg Vollack wird in der nächsten Serie fest in der neuen Oberliga zu Hause sein. "Ich bin froh, dass die Saison jetzt durch ist. Sie war lang, sie war hart und sie war ein Wechselbad der Gefühle", fand Vollack, "heute ist nur Zeit, um sich zu freuen. Wir sind ein kleiner Dorfklub und spielen in der nächsten Saison in der fünften Liga. Das ist fantastisch."

Vorher standen die Baumberger heftig unter Druck, denn sie hatten in den vergangenen Wochen einen Neun-Punkte-Vorsprung auf die gefährliche Zone bis auf vier Zähler schrumpfen lassen.

Und tatsächlich sammelten gestern der 1. FC Viersen (4:0 gegen TV Jahn Hiesfeld) und der TuS Bösinghoven (3:3 gegen 1. FC Bocholt) ihrerseits weitere Zähler, sodass es tatsächlich zu einem Endspiel gekommen wäre — hätte Baumberg jetzt nicht gewonnen. Vollack: "Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt."

Maslar und der frühe Elfmeter

Die Partie begann für die Gäste wie gemalt, denn nach einem Foul an Hayreddin Maslar verwandelte Redouan Yotla (mit 16 Treffern bester Baumberger Angreifer) den Elfmeter zum 1:0 (10.). Später nutzte Louis Klotz die Vorarbeit von Yotla zum 2:0 (24.). Die Hausherren kamen allerdings per Doppelschlag schnell zurück.

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Nach den Toren von Dominik Borutzki (27.) und Marvin Eilmann (28.) war plötzlich wieder alles offen — 2:2. Kurz vor dem Wechsel spielte den Sportfreunden dann ein Platzverweis gegen Oberhausen in die Karten (43.). Folge: Vollacks Elf konnte bei hohen Temperaturen eine ganze Halbzeit lang in Überzahl agieren — und nutzte dies aus, als Louis Klotz erneut die Vorarbeit von Redouan Yotla verwertete und das 3:2 erzielte (68.).

"Das war ein Spiel mit zehntausend Fehlern. Wir haben einfach einen Fehler des Gegners mehr ausgenutzt", urteilte der SFB-Coach, "am Ende war Oberhausen platt." Den Trainer ärgerte jedoch, dass seine Mannschaft zahlreiche Chancen verstreichen ließ und deshalb für unnötige Spannung sorgte: "Wir standen sechsmal allein vor dem gegnerischen Keeper."

Was immer passieren kann

Yotla (33.), Mackus Bryks (36.), Hayreddin Maslar (40./56./78./89.), Klotz (75.) oder Fabian Andree (43.) hätten früher alle Zweifel beseitigen müssen. "Man kennt das ja. Am Ende kann man immer über eine Standard-Situation noch ein blödes Gegentor fangen. Aber zum Glück hat es gereicht", meinte Vollack. Unter dem Strich zählte eben vor allem eins: Es ist vollbracht.

(mroe)
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