Football : Das Zeit-Problem

Die Langenfeld Longhorns erlitten mit dem 9:12 gegen die Cologne Falcons ihre erste Saison-Niederlage inder 2. Football-Bundesliga Nord. Der Angriff kam kaum auf Touren – weil Garrett Collins viel zu wenig Raum hatte.

Die Langenfeld Longhorns erlitten mit dem 9:12 gegen die Cologne Falcons ihre erste Saison-Niederlage inder 2. Football-Bundesliga Nord. Der Angriff kam kaum auf Touren — weil Garrett Collins viel zu wenig Raum hatte.

Das war überflüssig. Im Spitzenspiel der 2. Football-Bundesliga Nord (GFL 2) unterlagen die Langenfeld Longhorns gegen den Erstliga-Absteiger Cologne Falcons unnötig mit 9:12 (0:0, 6:0, 0:6, 3:6). Durch die erste Saisonpleite musste das zuvor ungeschlagene Team um Trainer Sherman DJ Anderson (drei Siege (jetzt 6:2 Punkte) zugleich die Spitze an Köln abgeben (8:2). "Das war ein Spiel wie die anderen, die wir gewonnen haben. Mir war klar, dass wir keine Packung bekommen, wenn wir verlieren. Unsere Verteidigung war sehr gut, aber die Offense hat unsere Vorgaben nicht umgesetzt ", meinte Anderson.

US-Quarterback Garrett Collins stand immer mächtig unter Druck — vor allem deshalb, weil ihm die Offense Line kaum genügend Raum und Zeit für lange Pässe verschaffen konnte. Das Laufspiel war ebenfalls nicht effektiv. "Alle sprechen darüber, dass der Quarterback schlecht sei. Das stimmt aber nicht. Die drei bis vier Sekunden Zeit, um einen Wurf anbringen zu können, bietet unsere Offense Line Garrett einfach nicht. Daran müssen wir härter arbeiten", stellte Anderson fest.

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Hervorragend geklärt

In der Abwehr trat Langenfeld meist überzeugend auf und konnte Köln in der ersten Halbzeit aus der Gefahrenzone heraushalten. Die Falcons patzten zudem bei zwei Field-Goal-Situationen. Dann störte der frühere Ex-Kölner Roman Solovji den dritten Drei-Punkte-Versuch hervorragend. Darüber hinaus brachten sich die Falken selbst um Zählbares, weil sie oft persönlichen Strafen kassierten — zum Glück für die Longhorns, die ebenfalls vermeidbare Strafen produzieren. "Football ist einfach. Es geht darum, keine Turnovers zuzulassen, Strafen zu vermeiden und Konstanz in allen Bereichen zu zeigen. Dann kann man ein knappes Spiel gewinnen. Das haben wir aber nicht alles nicht gezeigt", sagte Anderson.

Suche nach dem Spaß

Jens Walter fing einen Collins-Pass über sechs Yards zum 6:0 (Zusatzkick von Sven Meyer misslungen). Köln gelang das 6:6 und die Longhorns antworteten im letzten Viertel mit dem Fieldgoal von Sven Meyer — 9:6. Trotz vieler Strafen gelang den Gästen allerdings noch die Wende zum 12:9. Anderson: "Die Niederlage ist nicht so schlimm. Wir müssen zurück zu den Wurzeln des Footballs und den Spaß wiederfinden. Die Mannschaft muss im Vordergrund stehen. Dann werden wir wieder punkten."

(RP)