Fußball : Das tat richtig weh

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath spielte stark, verlor aber bei RW Essen II mit 1:2 – was nicht nur Trainer Marek Lesniak bitter fand. Zwei Platzverweise waren das Aus für die Gäste, die sich krass benachteiligt sahen.

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath spielte stark, verlor aber bei RW Essen II mit 1:2 — was nicht nur Trainer Marek Lesniak bitter fand. Zwei Platzverweise waren das Aus für die Gäste, die sich krass benachteiligt sahen.

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath kommt nach einem vielversprechenden Saisonstart nicht mehr richtig vom Fleck. Das Team um Trainer Marek Lesniak, das am ersten Spieltag mit 3:0 gegen den FC Remscheid gewonnen hatte, verlor am Sonntag bei RW Essen II trotz einer glänzenden Leistung mit 1:2 (1:1) und blieb damit zum vierten Mal in Folge ohne Sieg. Richraths Verantwortliche konnten nachher nicht glauben, was ihrer Elf widerfahren war — die sich gegenüber den zuletzt mäßigen Partien um hundert Prozent gesteigert hatte und doch leer ausging.

"Das war in der ersten Halbzeit ein richtig, richtig gutes Fußballspiel", fand etwa der Sportliche Leiter Jörg Broch. Und Trainer Marek Lesniak konnte dem Auftritt ebenfalls eine Menge abgewinnen: "Das ist bitter. Wir haben den Kampf angenommen und gut gespielt. Aber wir durften ja in der zweiten Halbzeit nur noch bis 25 Meter vor das Essener Tor kommen."

Zuerst ohne Hülsen

In einem äußerst abwechslungsreichen ersten Durchgang mit vielen sehenswerten Szenen auf beiden Seiten gelang Dennis Lichtenwimmer das 1:0 (18.), bevor Essens Murat Yildirim einen Schuss präzise in den Winkel setzte — 1:1 (38.). Für etwa 15 Minuten in der zweiten Halbzeit hielt TuSpo das Unentschieden, bis sich die Waage mit dem Treffer zum 1:2 (66./Berkay Öz) zu neigen begann. Erster Streitpunkt: Kapitän Jens Hülsen sah nach einem resoluten Einsteigen die Gelb-Rote Karte (70.). "Völlig überzogen", fand Broch — auf den weitere Aufreger warteten.

Auch Lichtenwimmer runter

Nach einem Konter wurde der davoneilende Lichtenwimmer gefoult (80.). Lesniak: "Eine klarere Notbremse kann es nicht geben." Der Pfiff des Unparteiischen blieb hier aus, nicht jedoch eine verbale Reaktion des TuSpo-Stürmers, der dafür die Rote Karte sah (80.). Fünf Minuten vor dem Ende gabs dafür einen Pfiff, weil Necati Ergül im Abseits gestanden haben sollte — was die Richrather wieder völlig anders sahen. So blieb am Ende vor allem der Trost, dass die Mannschaft eine starke Vorstellung abgeliefert hatte.

(RP)