Volleyball : Das Luxus-Problem

Die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld siegten zum Saisonstart mit 3:0 gegen Leverkusen II. Neuzugang Patricia Nubi ist eine echte Verstärkung als Zuspielerin – und Vorgängerin Meike Schürholz wieder zurück.

Die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld siegten zum Saisonstart mit 3:0 gegen Leverkusen II. Neuzugang Patricia Nubi ist eine echte Verstärkung als Zuspielerin — und Vorgängerin Meike Schürholz wieder zurück.

Es war doch ein durchaus überraschendes Bild. Wochenlang hatten die Regionalliga-Volleyballerinnen der SG Langenfeld (SGL) eine Nachfolgerin für ihre Zuspielerin Meike Schürholz gesucht (nach Dresden/berufliche Gründe) und in der starken Patricia Nubi auch gefunden.

Nun steht Trainer Michael Wernitz auf dieser Position plötzlich vor einem Luxusproblem. Denn Nubi, der Neuzugang vom Oberligisten Düsseldorfer SC 99, zog beim klaren 3:0 (25:21, 25:23, 25:14)-Sieg über den Nachbarn TSV Bayer 04 Leverkusen II sehr erfolgreich die Strippen. Und Vorgängerin Schürholz saß überraschend mit auf der Bank.

"Sie will sich beruflich wieder ins Rheinland orientieren und hat gefragt, ob sie wieder bei uns mitmachen kann", sagte der SGL-Coach, "und jeder Trainer, der so eine Zuspielerin wieder wegschickt, hat den falschen Job." Gegen Bayer zeigte Nubi bereits, was sie für ihre Mannschaft wert sein kann. Wernitz: "Die Abstimmung ist zwar noch nicht ganz da, aber sie ist immer für einen überraschenden Pass gut. Sie fühlt Spielsituationen."

Zu sicher, aber ruhig genug

Zu Beginn waren beide Seiten bemüht, eine Linie zu finden. Weil die Gäste die höhere Fehlerquote aufwiesen, entschied die SGL den ersten Durchgang mit 25:21 für sich. Nach einer Nubi-Aufschlagserie führte die SGL im zweiten Satz bereits mit 16:8, ließ die jungen Leverkusenerinnen allerdings auf 19:21 herankommen. "Da fühlten wir uns zu sicher, haben uns aber nicht aus der Ruhe bringen lassen", erklärte Wernitz. Mit dem 25:23 fand Langenfeld die richtige Antwort.

Finale eine Formsache

Dem abschließenden dritten Satz drückte vor allem Steffi Dittmann ihren Stempel auf. "Sie war für mich die Spielerin des Tages", lobte der Coach. Beim Stande von 7:8 übernahm Dittmann den Aufschlag — und gab ihn erst wieder ab, als es 18:8 hieß. Das 25:14 war anschließend bloß eine Formsache und alles andere als überraschend.

SGL: Buller, Dittmann, Drechsel, Keil, Kiss, Ferger, Müller, Nubi, Schoel, Schürholz, Heise, Conrady.

(RP)