Fußball : Das große Zittern

TuSpo Richrath und der HSV Langenfeld stehen in der Fußball-Landesliga unter Druck. Während TuSpo-Trainer Ganija Pjetrovic immerhin etwas Rückenwind spürt, werden die Sorgen des HSV-Kollegen Guido Röhrig immer größer.

Nach knapp einem Drittel der Saison ist klar, dass die Fußball-Landesligisten HSV Langenfeld und TuSpo Richrath bis zum Hals im Abstiegskampf stecken. Vom Ziel, das beide mal hatten, ist nichts übrig – und der Rest der Serie könnte eine Zitterpartie werden. Nun stehen die Nachbarn vor Aufgaben, die entscheidende Weichen für die nächsten Wochen stellen könnten. TuSpo tritt als Drittletzter beim Viertletzten Rheydter SV an (Sonntag, 15 Uhr), während die Langenfelder als Vorletzter den Achten SV Wersten 04 erwarten (Sonntag, 15 Uhr. Burgstraße).

Beim HSV könnte die Lage kaum schlimmer sein. Sechs Punkte aus neun Spielen sind die schlechteste Ausbeute der gesamten Klasse. Der VfR Neuss steht zwar mit ebenfalls sechs Zählern hinter Langenfeld, doch die Neusser haben erst acht Partien absolviert. Zu allem Überfluss ist die ohnehin prekäre Personallage nach der 0:4-Pleite beim SV Uedesheim sogar noch düsterer geworden. Christian Engels erlitt eine Zerrung, Alessandro Petri zog sich sogar einen Bänderriss zu.

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Während Trainer Guido Röhrig bei Engels auf eine schnelle Genesung hofft, ist das Fußball-Jahr für Petri vorbei. Dennoch hofft Röhrig in der Partie gegen Wersten auf eine Reaktion seiner Elf. Dass Langenfeld kein Problem mit der spielerischen Qualität, sondern eher mit dem Kopf und der richtigen Einstellung hat, scheint seit längerer Zeit klar zu sein. Deswegen gabs am Dienstag kein Training – sondern eine sehr intensive Besprechung. Röhrig: "Das war eine Sitzung ohne Trainer. Ich habe zwar den Anstoß gegeben, bin aber bald gegangen. Das Ganze hat sehr lange gedauert und ich bin mir sicher, dass jetzt einiges geklärt ist. Ich erwarte, dass wir am Sonntag eine ganz andere Mannschaft auf dem Platz sehen."

Garbe für Conradi im Tor

TuSpo-Trainer Ganija Pjetrovic konnte zuletzt einen Aufwärtstrend registrieren. Beim VfR Neuss bot Richrath zwar Fußball-Magerkost, erzielte aber mit dem 3:0 eine üppige Ausbeute. Es folgte das verdiente 0:0 gegen den TuS Grevenbroich, sodass Pjetrovic Zuversicht verbreitet: "Ich hoffe, dass wir mindestens einen Punkt holen." Ein Handicap ist das Fehlen von Torhüter Jan Conradi, der wegen der Rote Karte gegen Grevenbroich (Handspiel außerhalb des Strafraums) eine Partie aussetzen muss. Ersatzmann Pierre Garbe steht vor einer schwierigen Aufgabe. Conradi ist schließlich wie eine Lebensversicherung für Richrath, das immer noch bis zum Hals im Abstiegskampf steckt.

(RP)