Fußball : Das Derby zum Auftakt

Für die Landesliga-Fußballer von TuSpo Richrath und des HSV Langenfeld steht direkt am ersten Spieltag 2011/2012 das direkte Treffen an. Nach den Pokal-Ergebnissen der Vorwoche gehen die Gastgeber als Favorit in die Begegnung.

Normal ist ganz bestimmt anders. Die Fußballer von TuSpo Richrath und des HSV Langenfeld gehen in eine interessante Landesliga-Saison. Und direkt zum Auftakt treffen sich die beiden Nachbarn zum Lokalderby (Sonntag, 15 Uhr, Schlangenberg). Und als wäre das alles noch nicht Reiz genug, ist es für TuSpo-Trainer Michael Kezmann auch noch das Meisterschafts-Debüt bei den Richrathern.

"Sonntag geht es um die Wurst, wir wollen einen guten Start in die Saison hinlegen", meint der Coach, der das erste Pflichtspiel mit seinem Team schon hinter sich hat. Die Leistung bei der 2:3-Niederlage im Niederrheinpokal gegen den SC Kapellen/Erft (Niederrheinliga) macht Mut und unterstreicht die höheren Ambitionen der Richrather.

"Zeitweise war die Trainingsbeteiligung etwas schwach. Aber im Großen und Ganzen bin ich mit der Vorbereitung zufrieden", meint Kezmann. Allein die Verletzung von Mehmet Sezer (Schlüsselbeinbruch) aus dem Pokalspiel trübt Stimmung bei den Richrathern. Zudem steht hinter Jens Hülsen (Bänderdehnung) noch ein Fragezeichen. So oder so will Kezmann die Begegnung kontrollieren: "Wir wollen möglichst viel Ballbesitz haben und den Rhythmus bestimmen."

Generalprobe verpatzt

Im Gegensatz zu den Richrathern hat Nachbar HSV Langenfeld die Generalprobe zum Saisonstart gründlich verpatzt. Im Kreispokal gab es gegen den Kreisligisten TSV Aufderhöhe eine peinliche 1:3-Pleite. Am Dienstag suchte HSV-Coach Oliver Fecker mit dem Mannschaftsrat und in Einzelgesprächen nach Ursachen. Das Ergebnis: "Die Spieler waren nach der intensiven Vorbereitung platt und hatten schwere Beine." Im Derby zum Auftakt hofft Fecker auf ein ganz anderes Auftreten seines Teams, um nicht — wie in der vergangenen Saison — direkt wieder ein heißer Abstiegskandidat zu werden.

Bis auf Max Hannemann (Rückenprobleme) sind beim HSV alle Spieler fit. Ob alle auch spielen können, ist eine andere Frage. Nach gestrigem Stand sind die vier Neuzugänge Normen Litschko, Stefan Laschewski, Sebastian Claußen und Benedikt Voigt noch nicht spielberechtigt.

Alternativ-Aufstellungen

Der abgebende Verein, die Sportfreunde Baumberg, haben bisher noch keine Freigabe erteilt. "Wir versuchen noch, mit denen zu sprechen. So etwas kann sich immer auch noch ganz kurzfristig ergeben", erklärt Fecker. Der Coach hat aber auch Pläne für eine Aufstellung ohne die vier Baumberger: "Ich habe genug Alternativen." Auf jeden Fall erwartet Fecker eine andere Vorstellung als beim Pokal-Aus. Schließlich ist normal ganz bestimmt etwas anderes.

(RP/rl)