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Fußball: Daniel Cartus will TuSpo in Sicherheit bringen

Fußball : Daniel Cartus will TuSpo in Sicherheit bringen

Der neue Trainer des Landesligisten TuSpo hat feste Vorstellungen. Und er ist mit Leib und Seele dabei: "Ich glühe für diesen Sport."

Bis vor Kurzem stand der Fußball im Leben von Daniel Cartus absolut im Mittelpunkt. Während seiner aktiven Zeit spielte er bei zahlreichen prominenten Klubs unter anderem in der Zweiten Bundesliga. Nach dem Karriere-Ende schloss sich nahtlos eine Tätigkeit als Trainer an. Auch heute ist das noch so. Aber bei seinem neuen Engagement als Coach des Landesligisten TuSpo Richrath und Nachfolger des in der vergangenen Woche entlassenen Francisco Carrasco ist etwas anders geworden.

Der 35 Jahre alte Trainer verdient sein Geld zum ersten Mal nicht mehr nur durch den Fußball, sondern gleichzeitig vor allem durch eine neue Arbeitsstelle in einem Autohaus. Das ist für Cartus eine komplett veränderte Situation – der er aber sehr glücklich gegenübersteht. "Das eine passt perfekt mit dem anderen zusammen", erklärt der Fußball-Lehrer, "sowohl das Autohaus als auch die Anlage von TuSpo Richrath liegen direkt vor meiner Haustür." Keine Frage: Durch den neuen Job hat sich der Lebensmittelpunkt des ehemaligen Profis vom Fußball entfernt. "Ab jetzt steht das Autohaus für mich im Vordergrund", erklärt Cartus. Dabei scheint der ehemalige Profi hier nicht nur eine neue Herausforderung gefunden zu haben, sondern auch eine Tätigkeit, die ihm liegt: "Die Arbeit macht mir riesigen Spaß."

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Dennoch ist die Leidenschaft für den Fußball weiter da. "Ich glühe für diesen Sport", betont Cartus Dass der Übungsleiter keine Märchen erzählt, zeigte seine erste Partie als TuSpo-Coach im Kreispokal beim Bezirksligisten SSV Berghausen (6:4-Sieg nach Elfmeterschießen). Hier sprang der Coach, wild gestikulierend und energische Ansprachen rufend, immer wieder von seinem Stuhl auf. In einer Verletzungsunterbrechung rannte er sogar aufs Feld und versammelte seine Schützlinge um sich. Folge: Der Schiedsrichter verbannte den Trainer korrekt hinter die Bande. "Das war unprofessionell", räumte Cartus hinterher ein. Die Szene gab trotzdem einen guten Einblick darauf, wie energisch er seine Ziele angeht.

Das Ziel für Richrath in der Meisterschaft ist einfach zu formulieren und gleichzeitig so schwierig zu erreichen. Der Klassenerhalt soll es sein Momentan sieht es dabei nicht wirklich gut aus für Richrath, das nach drei Spielen ohne einen einzigen Punkt am Tabellenende liegt. Cartus hat vor, die Elf von diesem Platz weg ein Stück nach oben führen und gleichzeitig einen persönlichen Eindruck zu hinterlassen: "Ich will, dass die Leute irgendwann meine Handschrift bei dieser Mannschaft erkennen." So geht es ihm in naher Zukunft darum, den Schalter umzulegen – damit sich der Verein aus seiner momentan schwierigen Lage zu befreien vermag. Gleichzeitig nimmt Cartus die Spieler in die Pflicht: "Die Jungs müssen kapieren, welch gewaltige Verantwortung sie gegenüber dem Verein TuSpo Richrath gegenüber besitzen."

Druck verspürt er bei dieser Arbeit auf jeden Fall – was er aber in der Fußball-Branche für völlig normal hält. "Ich versuche, den Druck von außen so weit wie möglich von den Spielern fernzuhalten", meint der Richrather Trainer, "allerdings übe ich von meiner Seite aus Druck auf die Mannschaft aus, da ich meine Erwartungen an das Team habe." Ohne die richtigen Ideen dürfte es sowieso kaum möglich sein, das Ruder rumzureißen. Und zurzeit sind Anspruch und Wirklichkeit bei den Richrathern ohnehin noch weit voneinander entfernt.

(mol-)