Dämpfer für Aufstiegsträume

Die Volleyball-Damen der SGL zeigten in Sorpesee, dass es noch ein weiter Weg bis in die 3. Liga ist. Nach der 1:3-Niederlage beim Vorletzten wünscht sich Trainer Michael Wernitz mehr Konstanz – vor allem im Training.

Die Volleyball-Damen der Sportgemeinschaft Langenfeld (SGL) haben beim Auswärtsspiel in Sorpesee eine überraschende Niederlage einstecken müssen. Mit 1:3 ging die Partie gegen den Vorletzten der Regionalliga West verloren. Es war sicherlich mehr drin für das Team der SGL, das sich aber auch nach der Niederlage weiterhin Chancen auf den Einzug in die ab nächster Saison startende 3. Liga ausrechnen darf. "Wir haben absolut verdient verloren", meint Trainer Michael Wernitz nach dem Spiel. "Ich hoffe, dass wir diesen Rückschlag schnell aus den Köpfen bekommen. Das Wichtigste ist, dass wir in den nächsten Wochen regelmäßiger trainieren können."

Verletzte Stammkräfte

Ein Problem der SGL ist das derzeit anhaltende Verletzungspech. Mit Diana Kiss (Entzündung in der Schulter) und Eva Buller (Rückenprobleme) fehlen gleich zwei Leistungsträgerinnen im Kader. Andere Spielerinnen haben durch Krankheit und kleinere Blessuren einen Rückstand im Training. "Das war in Sorpesee von Anfang an bemerkbar", unterstreicht der Coach.

Die SGL-Damen waren Anfangs bemüht und hielten gut mit. Doch den starken Aufschlägen des Gastgebers hatten sie oft nur wenig entgegen zu setzen. Der erste Satz verlief bis zum 15:15 ausgeglichen, bevor eine beeindruckende Punkteserie des Heimteams die Volleyballerinnen aus der Posthornstadt kalt erwischte. Am Ende ging der Satz 25:18 verloren. Immerhin: Der zweite Satz ging mit 19:25 an die SGL. Konzentration und Durchsetzungsfähigkeit wurden streckenweise sichtbar. "Das war sicherlich mit Abstand unsere stärkste Phase", sagt Wernitz.

Aber die anfängliche Hoffnung auf ein ausgeglichenes Spiel erwies sich schnell als Trugschluss. Der dritte Satz ging mit 25:19 an Sorpesee. Eine Reihe aus Fehlern und Missverständnissen störte die Harmonie im Team. "Wir haben uns nicht mehr gewehrt, sondern eher resigniert. Im letzten Satz wurde deutlich, dass einige Spielerinnen zuletzt nur unregelmäßig trainiert haben", analysiert der Trainer.

Folgerichtig ging auch der letzte Satz mit 25:12 deutlich an den SC Sorpesee, der sich für seine engagierte Partie mit einem Heimsieg belohnte. "Absolut verdient", meint Wernitz. "Der Gegner hat ein sehr gutes Spiel gemacht und wir haben einfach nicht die richtigen Antworten gefunden."

Aufstieg im Blick

Trotz des Rückschlages rechnet sich der Coach weiterhin Chancen auf den Einzug in die neue 3. Liga aus. Die höhere Spielklasse sei zwar mit "höherem organisatorischen Aufwand" verbunden, wie der Coach es umschreibt, "aber aus sportlicher Sicht wollen wir dieses Ziel schon erreichen." Die Frage ist nur, ob sich die SGL das auch leisten kann und will. Denn Auswärtsspiele können dann auch nach Bremen oder Braunschweig führen. Diese und andere Aspekte rund um den Aufstieg werden derzeit im Verein diskutiert. Das nächste Spiel führt die SGL nach Essen. Dort wartet mit dem VC Allbau Essen ein Team aus dem gesicherten Mittelfeld.

(RP)