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Coronavirus: SC Reusrath glaubt nicht an Fortsetzung der Fußball-Saison

Fußball : Reusrath rechnet mit Abbruch der Bezirksliga-Saison

Ralf Dietrich, Trainer und Sportlicher Leiter des SC Reusrath, glaubt nicht, dass die wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison in der Fußball-Bezirksliga wieder aufgenommen wird. Immerhin steht sein Kader für die neue Spielzeit schon.

Für Ralf Dietrich stehen die Zeichen auf Abbruch. Nach der Telefon-Konferenz mit dem Fußball-Verband Niederrhein glaubt der Trainer des Bezirksligisten SC Reusrath (SCR) angesichts der Coronavirus-Pandemie, dass die Saison 2019/2020 vorzeitig beendet wird. „Die Mehrheit der Vereine ist für ein vorzeitiges Ende. Wir haben als Fußballer keine realistische Chance, die Hygiene-Regeln einzuhalten und Abstand zu wahren“, erklärt Dietrich, der Anfang Mai mit einer finalen Entscheidung rechnet.

Die sechs ausstehenden Heimspiele an der Brunnenstraße hätten den Reusrathern aus finanzieller Sicht gut getan. Wie die meisten anderen Amateurklubs baut auch der SCR maßgeblich auf Zuschauer-Einnahmen. „Wenn die Saison abgebrochen wird, geht unser Verein trotzdem nicht zugrunde“, sagt Dietrich. „Durch die Aussetzung des Spielbetriebs müssen wir auch keine Siegprämien mehr ausschütten. Die laufenden Kosten können wir mithilfe der Mitgliedsbeiträge abfedern.“

Obwohl der Ball nicht rollt, ist Dietrich ein vielbeschäftigter Mann. Schließlich arbeitet er nicht nur als Coach, sondern auch als Sportlicher Leiter. „Sollte die Saison 2020/2021 stattfinden, bliebe unsere Mannschaft weitestgehend bestehen“, freut sich der 55 Jahre alte Reusrather aus Leidenschaft. Die Verpflichtungen von Florian Ruthenbeck, Elias Dittmann, Justin Neufeld und Nelson Freitag aus der Winterpause sind Vorgriffe auf die Zukunft.

Dass auch Routiniers wie Kapitän Martin Steinhäuser (36) oder Manuel Naß (31) weitermachen, gibt weiteren Mut. „Gerade der Verbleib von Manuel ist ein tolles Zeichen. Er studiert neben seinem Beruf und wird in den kommenden Tagen Vater. Solche Führungsspieler machen den Unterschied“, lobt Dietrich. Lediglich mit Maurice Grünewald, Giorgi Kiknadze und Marvin Grober stehen noch finale Vertragsgespräche an.