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Fußball: Carrasco echt angefressen: "Das war am Ende wie Arbeitsverweigerung"

Fußball : Carrasco echt angefressen: "Das war am Ende wie Arbeitsverweigerung"

Fußball-Landesligist TuSpo Richrath liegt nach dem 0:3 gegen Velbert am Ende der Tabelle. Keeper Jan Conradi verhinderte letztlich eine noch höhere Pleite.

Beim Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath herrscht großer Frust. Kein Wunder: Erstens gab es gegen den SV Union Velbert eine 0:3 (0:0) Niederlage und zweitens steht TuSpo deshalb mit null Punkten am Ende der Tabelle. Nach der Auftaktpleite beim FC Remscheid (1:6) wollte Trainer Francisco Carrasco seine Mannschaft insbesondere in der Defensive stabilisieren, ohne dabei die offensiven Akzente zu vergessen. Daraus wurde jedoch nicht wirklich viel.

Ein Lattentreffer (5.) der Gäste war die erste brenzlige Situation in der Richrather Defensive, die zuerst teilweise orientierungslos wirkte. Ein Schuss von Marvin Klein (17.) setzte die erste Duftmarke der Hausherren, doch anschließend verflachte die Partie. Weil Carrascos Elf eine zu hohe Fehlerquote zeigte, kam sie kaum in den gegnerischen Strafraum. Größte Richrather Chance vor der Pause war ein Distanzschuss von Tobias Ockenfels (30.).

Nach dem Wechsel wollte TuSpo mehr Druck machen, doch gleich die erste gefährliche Szene der Gäste brachte auf der anderen Seite das erste Tor. Nach einer Ecke konnte TuSpo-Keeper Conradi den Schuss an die Latte lenken, ehe Mustafa Alkan den Abstauber zum 1:0 für Velbert unterbringen konnte (50.). Carrascos Team wirkte geschockt, startete nun jedoch eine Gegenoffensive. Schüsse von Tobias Ockenfels, Burak Genca und Ken Knoch (alle 55.) sowie der Kopfball von Gencal (58.) ließen neue Hoffnung zu.

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Eine zweite Standardsituation war die Entscheidung. Jens Weidenmüller hatte seinen Gegenspieler kurz vor dem Strafraum gelegt und Marc Morsbach verwandelte den Freistoß – 0:2 (71.). Nach diesem Treffer, der mitten in Richraths Drangphase fiel, gab Carrascos Team auf. Die Umstellung auf eine Dreierkette in der Abwehr sorgte ebenfalls nicht für neuen offensiven Schwung – sondern für noch größere Lücken. Außerdem ließ TuSpo jetzt Laufbereitschaft und Kampf vermissen. Das 0:3 (79.) durch Philipp Pauly war die Konsequenz.

"Das war am Ende Arbeitsverweigerung", meinte der Carrasco angefressen. Keeper Jan Conradi verhinderte durch gute Paraden sogar Schlimmeres. Und er war der einzige Spieler, der nach dem Abpfiff frustriert vor seinem Kasten saß – während seine Mitspieler schon zum Duschen unterwegs waren.

(mroe)