Tischtennis : Bolls schönster Irrtum

Stefan Boll weiß seine Mannschaft ziemlich gut einzuschätzen und mit seinen Tipps liegt er meistens relativ genau. Diesmal hat der Teamsprecher des Tischtennis-Verbandsligisten TTG Langenfeld jedoch aufs völlig falsche Pferd gesetzt – und herzlich wenig dagegen.

Stefan Boll weiß seine Mannschaft ziemlich gut einzuschätzen und mit seinen Tipps liegt er meistens relativ genau. Diesmal hat der Teamsprecher des Tischtennis-Verbandsligisten TTG Langenfeld jedoch aufs völlig falsche Pferd gesetzt — und herzlich wenig dagegen.

Statt des prophezeiten 3:9 gabs schließlich beim Aufstiegsanwärter DJK spinfactory Köln einen verblüffenden 9:2-Sieg. "Das haben wir irgendwie gut gemacht", fand Boll, der sich eigentlich gar nichts ausgerechnet hatte.

Hilfreich war, dass Köln auf seinen ungeschlagenen Spitzenspielers Siawash Golshahi verzichtete. "Die haben wohl die Notwendigkeit nicht gesehen, ihn spielen zu lassen. Sonst wäre das wahrscheinlich anders ausgegangen", meinte Boll, der erneut starke Doppel und ein 3:0 sah. Hier deutete sich bereits das Glück an, auf das die TTG bauen konnte, denn sämtliche fünf Partien über fünf Sätze gingen an die Gäste (zwei Doppel, drei Einzel).

Obwohl fast alle Langenfelder einen perfekten Tag erwischten, ragte das 11:9 von Andreas Bahr im fünften Durchgang ein wenig hervor. Schließlich war es für das TTG-Eigengewächs der erste Auftritt nach rund fünf Monaten Verletzungspause. Weil nach dem 6:0 nur Boll und Christian Manzius leer ausgingen, durfte die TTG (jetzt Sechster/3:3 Zähler) zwei nicht einkalkulierte Punkte mitnehmen.

Es spielten: Vladimir Rups/Hartmut Gähl 1:0, Eduard Rups/Andreas Bahr 1:0, Stefan Boll/Christian Manzius 1:0, V. Rups 2:0, E. Rups 2:0, Bahr 1:0, Boll 0:1, Gähl 1:0, Manzius 0:1.

(-ham)