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Fußball: Bitterer Rückschlag für Baumberg

Fußball : Bitterer Rückschlag für Baumberg

Fußball-Oberligist musste gestern Abend gegen den bisherigen Letzten SV Uedesheim eine 0:2-Niederlage hinnehmen. Die Ursache dafür lag allerdings bei den Hausherren selbst – und nicht etwa beim heftig kritisierten Unparteiischen.

Es war ein ausgesprochen unerfreulicher Abend. In erster Linie traf das natürlich auf den Fußball-Oberligisten SF Baumberg zu (SFB), dessen zartes Pflänzchen Hoffnung direkt wieder zu verdorren droht. Nach dem 2:0 am vergangenen Sonntag beim VfL Rhede hatte die Elf von Trainer Markus Kurth gehofft, auf dem Weg zu mehr Sicherheit die richtige Richtung eingeschlagen zu haben. Dann gab es gestern aber eine 0:2 (0:2)-Heimpleite gegen den bisherigen Letzten SV Uedesheim. Resultat: Die Sportfreunde treten auf der Stelle. Einen unerfreulichen Abend hatte aber auch der Unparteiische, an dem die Hausherren über nahezu die komplette Distanz kein gutes Haar ließen. Schiedsrichter Daniel Kost (Niederwenigern) stand für die meisten Baumberger schon lange vor dem Abpfiff als Verursacher der Pleite fest – was grober Unsinn war.

Baumberg begann mit dem Willen, den Schwung aus Rhede mitzunehmen und die nächsten wichtigen Punkte für den Klassenerhalt einzufahren. Kurths Elf war spielerisch klar überlegen, brachte jedoch zu wenig Durchschlagskraft auf den Kunstrasen. Dafür tat sich dann die Abwehr durch ein heilloses Durcheinander hervor, sodass die auf Fehler der Sportfreunde erpichten Uedesheimer bald jubeln durften. Niemand wollte Andrej Hildenberg nach dem Pass von Ismail Cakici stören – 0:1 (11.). Der Rückstand ließ bei den Sportfreunden vorübergehend das defensive Chaos ausbrechen, sodas Lukasz Koziatek (14.), Alpay Kus (17.) und Ivan Simic (19.) beinah das 2:0 erzielt hätten. Das fiel dann erst in einer Phase, als sich Kurth Elf gerade ein bisschen zu berappeln schien. Simic drosch einen Freistoß zum zweiten SV-Treffer unter die Latte (30.).

Baumberg legte nach dem Wechsel zu – und scheiterte nun plötzlich an einer dürftigen Chancenverwertung. Weder der Kopfball von Nils Esslinger (50.) noch der Kopfball von Michael Rentmeister (56.) oder der Versuch von Sebastian Michalsky (60.) brachte etwas Zählbares ein. Darum hatten sich die Sportfreunde den Rückschlag vor allem selbst zuzuschreiben – was auch Trainer Kurth nach einer Phase des Abkühlens einräumte. "Es lag mit Sicherheit nicht nur am Schiedsrichter. Trotzdem ich bleibe dabei, dass er der schlechteste Mann auf dem Platz war. Wer aber so spielt wie wir in der ersten Hälfte, und gegen den Letzten kein Tor schießt, der hat es nicht verdient, ein Spiel zu gewinnen." Damit lag er recht nah an der Wahrheit.

SFB: Nowicki, Witt, Michalsky, Grutza (46. Bryks), Schmitz, Brüggemann, Maslar, Pusic (46. Rentmeister), Klotz, Esslinger, Daour.

(RP)