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Badminton: Bilanz: FC Langenfeld als Team überzeugend

Badminton : Bilanz: FC Langenfeld als Team überzeugend

Fabienne Deprez gewann Silber bei den 62. Deutschen Badminton-Meisterschaften in Bielefeld, Sven Eric Kastens sicherte sich Silber.

Im Grunde waren die Vertreter des FC Langenfeld (FCL) ohne große Ambitionen zu den 62. Deutschen Badminton-Meisterschaften nach Bielefeld gereist. Für Titelverteidigerin Fabienne Deprez ging es im Damen-Einzel nach einer langen Verletzungspause und entsprechendem Trainingsrückstand darum, Spielpraxis auf hohem Wettkampfniveau zu sammeln. Sven Eric Kastens gab vorher das Viertelfinale als sein persönliches (Minimal-) Ziel aus. Für beide lief es am Ende allerdings deutlich besser als erwartet. Deprez sicherte sich immerhin DM-Silber, während Kastens mit Bronze im Gepäck abreiste. "Für uns ist das Turnier ganz gut gelaufen", fand Langenfelds Team-Manager Günther Joppien, der sich vor allem für Fabienne Deprez freute: "Sie war auf den Punkt konzentriert und hat sich von Spiel zu Spiel gesteigert."

Nach einem Freilos gewann Fabienne Deprez gegen Lisa Kaminski (1. BC Beuel/22:20, 21:17), ehe sie Claudia Vogelsang bezwang (VfB Friedrichshafen/21:10, 21:16). Über drei Sätze ging das Viertelfinale gegen Alina Hammes (SV Fischbach/16:21, 21:10, 21:15), während das Halbfinale gegen Luise Heim (1. BC Beuel) wiederum zwei Sätze dauerte (22:20, 21:10). Im Finale traf die Langenfelderin (noch 21/wird am kommenden Samstag 22) dann auf Karin Schnaase vom Bundesligisten SC Union Lüdinghausen und verlor hier deutlich (13:21, 16:21). "Karin Schnaase ist derzeit wohl die stärkste Spielerin im Einzel", meinte Joppien, "aber in Topform kann Fabienne jede Gegnerin besiegen."

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Das gilt wohl auch für Sven Eric Kastens, der das Halbfinale gegen Marcel Reuter (1. BC Bischmisheim) nach zwei Sätzen verlor (19:21, 21:21). "Sven war im Halbfinale irgendwie verkrampft und konnte sein Potenzial nicht voll abrufen", meinte Joppien, "die Niederlage geht daher in Ordnung, "mit Bronze sind wir trotzdem zufrieden."

Kastens kam problemlos durch die ersten beiden Runden und traf im Viertelfinale auf Kai Waldenberger (TV Refrath), der vorher überraschend den an Platz eins gesetzten Dieter Domke (1. BC Bischmisheim) aus dem Turnier geworfen hatte. Gegen Waldenberger gewann Kastens souverän (21:16, 21:11), doch dann lief im Duell mit Reuter nicht mehr viel zusammen für den 32-Jährigen.

Fabienne Köhler gewann die erste Runde des Damen-Einzels klar und schied in Runde zwei gegen Yvonne Li vom Hamburger SV aus (17:21, 15:21). Das 15 Jahre junge Top-Talent Li kam später bis ins Halbfinale, wo sie erst gegen die spätere Deutsche Meisterin Karin Schnaase ausschied. "Für ihr Alter ist sie eine sehr starke Spielerin", lobte Joppien voller Anerkennung.

Maurice Deprez (25) und Maike Pilgram (16) gingen zum ersten Mal bei Deutschen Meisterschaften aufs Feld — und schieden nach der ersten Runde aus. "Für die beiden ging es vor allem darum, Wettkampfluft zu schnuppern", betonte der Team-Manager, "sie haben sich ganz gut geschlagen — zumal Maurice nur sehr knapp verloren hat." Beim 21:11, 17:21, 22:24 gegen Alexander Strehse (TSV Trittau) hatte er den Sieg dicht vor Augen.

Philipp Wachenfeld trat im Einzel, Doppel und Mixed an. Zusammen mit Denis Nyenhuis (TV Refrath) kam im Viertelfinale gegen die an Platz eins gesetzten Michael Fuchs und Johannes Schöttler das Aus (beide 1. BC Bischmisheim/8:21, 13:21). Im Mixed mit Fabienne Köhler reichte es immerhin für die dritte Runde. Im Einzel kam Wachenfeld nicht über die zweite Runde hinaus, während er im Mixed mit Fabienne Köhler immerhin in die dritte Runde einzog.

Einen beachtlichen Erfolg erzielten die beiden "Oldies" Mike Joppien (35/FCL) und Thorsten Huk-riede (37/BW RW Wesel), die im Herren-Doppel bis ins Viertelfinale vordrangen. Hier zeigten sie einen Drei-Satz-Kampf (22:20, 9:21, 14:21) gegen das an Platz zwei gesetzte Duo Peter Käsbauer/Josche Zurwonne (PTSV Rosenheim/SC Union Lüdinghausen). "Die zwei haben sich sensationell geschlagen", sagte Günther Joppien zur Vorstellung der Routiniers, "aber am Ende hat das Alter seinen Tribut gefordert."

(dora)