Bezirksliga: Baumberg II, Reusrath, Berghausen und HSV sind gefordert

Fußball : Stimmung und Team sind im Keller

Die Reserve der Sportfreunde Baumberg kämpft, hat aber kein Glück und ist derzeit 16. der Bezirksliga. Und nun ist das Team von Sven Steifort auch gegen den Tabellenzweiten Lohausener SV Außenseiter. Besser sieht es bei Reusrath, Berghausen und dem HSV aus.

Aus zwei Gründen erlebt Sven Steinfort momentan eine schwierige Zeit. Erstens fällt der 33 Jahre alte Routinier des Fußball-Bezirksligisten SF Baumberg II (SFB) schon seit mehreren Wochen aus, weil er sich eine schmerzhafte Entzündung der Achillessehne zugezogen hat. Ein Ende der Leidenszeit ist nicht in Sicht, und sogar eine Operation kommt in Betracht. Zweitens muss Steinfort als Spielertrainer von der Seitenlinie beobachten, dass sein Team in einer Krise steckt und fünfmal hintereinander verloren hat.

Zwar traten die Baumberger auch beim Spitzenreiter VfB Hilden II mit viel Kampf und Leidenschaft auf, doch am Ende hatten die Gastgeber das entscheidende Quäntchen Glück auf ihrer Seite. „Ich kann den Jungs keinen Vorwurf machen“, sagt Steinfort. „Wir haben wieder sehr viel Aufwand betrieben, aber letztlich haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben. Man kann verlieren, aber nach einer solchen bitteren Niederlage ist die Stimmung absolut im Keller.“

Die SFB befinden sich mit sieben Punkten im Tabellen-Keller (16. Platz), und auch am Sonntag (15 Uhr, Sandstraße) geht das Team als klarer Außenseiter gegen den Zweiten Lohausener SV (21 Zähler) ins Rennen. „Die Aufgabe wird mindestens so schwierig wie die letzte in Hilden. Wenn wir unsere beste Leistung abrufen, ist trotzdem alles möglich“, sagt Steinfort. Anschließend warten direkte Konkurrenten, etwa der Zwölfte DJK Neuss-Gnadental und das Schlusslicht SV Wersten 04.

Nach einem starken Start befinden sich die Baumberger in einer Krise, während die Entwicklung des SSV Berghausen genau gegensätzlich ist. Die Mannschaft von Trainer Patrick Michaelis litt zum Start unter enormen Personalsorgen und musste auf viele Spieler aus der Kreisliga-Reserve zurückgreifen, sodass es nur sechs Punkte aus den ersten sechs Spielen gab. Anschließend markierte das jüngste 3:2 über Ratingen 04/19 II bereits den dritten Sieg in Folge. „Unsere Ergebnisse und Leistungen bestätigen, dass wir uns in einem Aufwärtstrend befinden. Ich hoffe aber, dass meine Spieler in dieser Zeit Mentalität beweisen. Sie müssen aus den sieben sieglosen Spielen aus der vorherigen Saison lernen. Es reicht nicht, viel Potenzial zu haben, sondern man muss es auch abrufen“, fordert Michaelis, dessen Team mit 15 Punkten Sieber istt. Am Sonntag (15 Uhr) tritt der SSV beim VfL Benrath an, der sich mitten im Umbruch befindet (14. Platz, neun Zähler).

Bis zum letzten Spieltag grüßte der SC Reusrath von der Tabellenspitze, doch er musste sie nach dem bitteren 0:2 gegen Aufsteiger TuS Gerresheim abgeben. Dass Pascal Hinrichs, Dustin Hellekes und Giorgi Kiknadze fehlten, wollte Coach Ralf Dietrich nicht als Entschuldigung gelten lassen: „Die Gerresheimer wollten den Sieg mehr als wir. Vielleicht kam die Niederlage zur richtigen Zeit, aber sie war überhaupt nicht nötig.“ Der neue Vierte Reusrath (19 Punkte) konnte seine Serie von fünf Siegen am Stück zwar nicht fortsetzen, aber er tritt trotzdem am Sonntag (15 Uhr) als Favorit beim Achten DJK Sparta Bilk an (14 Punkte).

Zuletzt erlebte auch der HSV Langenfeld eine schwierige Phase, denn er holte nur zwei Punkte aus fünf Spielen. Durch eine geschlossene Mannschaftsleistung konnte die Mannschaft von Trainer Daniel Cartus die Negativserie gegen den Letzten Wersten (5:1) beenden und kletterte mit zwölf Punkten auf den zehnten Platz. Am Sonntag (15.30 Uhr) werden die Langenfelder vom Fünften FC Büderich empfangen (18 Punkte).