Fussball: Berghausen fühlt sich im Endspurt benachteiligt

Fussball : Berghausen fühlt sich im Endspurt benachteiligt

Der Fußball-Bezirksligist ist mit den Schiedsrichterleistungen unzufrieden. Die anderen Teams hoffen derweil auf einen guten Abschluss.

Wer sich ungerecht behandelt fühlt, verspürt oft ein Gefühl der Ohnmacht. Deshalb ringt auch Patrick Michaelis mit der Fassung, wenn er die unglückliche 1:2-Pleite des Fußball-Bezirksligisten SSV Berghausen beim SV 09/35 Wermelskirchen analysiert. Bereits die Nachspielzeit von fünf Minuten konnte der Trainer nicht nachvollziehen, doch dann gab der Schiedsrichter weitere zwei Minuten Zusatzzeit – und die Gastgeber erzielten den Siegtreffer durch einen geschickten Distanzschuss in der 96. Minute. Gleichzeitig machten die Wermelskirchener den Landesliga-Aufstieg so gut wie perfekt.

„Wir Trainer und Spieler stehen vier Mal in der Woche auf dem Platz, um den Sport und die soziale Komponente in den Vordergrund zu stellen“, erklärt Michaelis, „man macht sich den ganzen Tag so viele Gedanken, wie man am besten die Mannschaft einstellt. Wenn wir dann so unglücklich behandelt werden, dann tut das sehr weh und uns vergeht irgendwann die Lust.“

Dabei denkt Michaelis an zwei weitere Duelle, die für ihn zuletzt einen faden Beigeschmack hatten. Sowohl gegen den SC Ayyildiz Remscheid (3:3) als auch beim Rivalen SF Baumberg II (1:2) bemängelte er die Leistung des Schiedsrichters.

Durch einen Erfolg in Wermelskirchen hätte der Sechste Berghausen (52 Punkte) den Fünften HSV Langenfeld (53) überholen können – und damit sein Saisonziel erreicht. Beim Abschluss der Serie am Sonntag (15 Uhr, Baumberger Straße) gegen den Elften TSV Aufderhöhe (44 Zähler) kann der SSV noch nach oben klettern. „Wir haben mit Aufderhöhe noch eine Rechnung offen. Beim Hinspiel war ein Spieler von mir mit den Nerven am Ende und wollte ausgewechselt werden“, erklärt der SSV-Coach.

Auch Daniel Gerhardt erwartet am Sonntag (15 Uhr, Burgstraße) gegen den ASV Mettmann ein sehr emotionales Spiel. Schließlich wird der Trainer des HSV Langenfeld zum letzten Mal an der Seitenlinie stehen, bevor er die Aufgabe des Sportlichen Leiters übernimmt. „Es ist ein komisches Gefühl, dass ich meinen Job beende. Zwar ist das schon schade, aber ich gehe ja nicht ganz und bleibe auf andere Art und Weise bei der Mannschaft“, sagt Gerhardt, der zuletzt vier Jahre lang HSV-Coach war und nun durch Daniel Cartus ersetzt wird.

In den vergangenen Jahren hat Gerhardt die Langenfelder maßgeblich geprägt – und in der letzten Serie feierte er den Bezirksliga-Aufstieg. Anschließend ist es gelungen, das Team als Aufsteiger zu stabilisieren. „Wir wollen unsere tolle Saison unbedingt als Fünfter beenden“, erklärt Gerhardt. Darüber hinaus beenden die Spieler Martin Czogalla, Marian Zündorf und Felix Eisenbart ihre Karrieren. Zudem suchen sich Marius Scholer, Samet Topcu und Enrico Albanese einen neuen Klub. Auch die Betreuer Jan Kriemer und Sascha Schermuly hören auf.

Als Spielertrainer wird Daniel Steinfort weiterhin die SF Baumberg II (SFB) betreuen, doch sein Kollege Daniel Haak gibt seine Funktion auf. Dagegen bleibt Marvin Prasse weiterhin der Co-Trainer. „Wir suchen jetzt einen zweiten Trainer, der mit mir zusammen arbeitet“, betont Steinfort. Als Aufsteiger haben die SFB (Rang zwölf/42 Punkte) den Klassenerhalt längst sicher – und werden nach dem Derby am Sonntag (15 Uhr, Sportpark Reusrath) beim SC Reusrath die Mannschaftstour auf Mallorca bestreiten.

Auch die Reusrather haben eine hervorragende Saison gespielt – und ihre Ziele vollkommen erfüllt. Der Dritte (64 Punkte) hatte sogar lange Zeit die Chance auf eine Aufstiegs-Relegation, doch er musste sich im direkten Duell mit dem Zweiten TSV Ronsdorf (69 Zähler) geschlagen geben. Jetzt ist das Team von Trainer Ralf Dietrich gegen die SFB um einen versöhnlichen Abschluss bemüht.

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